Resveratrol und Pterostilben sind zwei Polyphenole aus Trauben und Heidelbeeren, die als antioxidativ und hormonregulierend gehandelt werden. Aber wie gut ist die Wirkung wirklich belegt? Dieser Artikel ordnet die Studienlage ehrlich ein, inklusive der Stellen, an denen sie widersprüchlich ist.
Resveratrol, genauer die gut aufnehmbare Trans-Form, gehört zu den am besten untersuchten Polyphenolen für die weibliche Hormonbalance. Mehrere Studien bei PCOS beobachteten positive Effekte auf Testosteron und Insulinsensitivität. Nicht jede Studie zeigt denselben Effekt, das ordnen wir hier ehrlich ein. Pterostilben, der enge Verwandte aus Heidelbeeren, wird sogar noch besser aufgenommen, seine Wirkdaten stammen bisher aber vor allem aus Tierstudien.
Was sind Resveratrol und Pterostilben?
Resveratrol ist ein natürliches Polyphenol, das vor allem in der Schale roter Trauben sowie in Nüssen und Beeren vorkommt. In seiner gut aufnehmbaren Trans-Form wird es für antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften erforscht und als Phytoöstrogen beschrieben, das an Östrogenrezeptoren binden und deren Aktivität modulieren kann. Genau dieser hormonelle Bezug macht es für die Frauengesundheit besonders interessant.
Pterostilben ist strukturell eng mit Resveratrol verwandt, kommt vor allem in Heidelbeeren vor und unterscheidet sich in einem entscheidenden Punkt: Es ist fettlöslicher, wird dadurch deutlich besser aufgenommen und bleibt länger im Körper aktiv. Auf dem Papier ist das ein Vorteil. Ob sich das in einer stärkeren Wirkung beim Menschen niederschlägt, ist aber noch offen.
Entscheidend ist die Form: Die meisten positiven Studien bei PCOS setzen gut aufnehmbares Trans-Resveratrol ein.
Resveratrol in den Mengen, die in Studien verwendet werden, kaum über die Ernährung erreichbar ist? Ein Glas Rotwein liefert nur Bruchteile davon. Die in Studien eingesetzten Dosen von mehreren hundert Milligramm hochwertigen Trans-Resveratrols stammen praktisch immer aus Extrakten, nicht aus Lebensmitteln.
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Häufige Fragen zu Resveratrol und Pterostilben
Hilft Resveratrol bei PCOS?
Was ist der Unterschied zwischen Resveratrol und Pterostilben?
Kann ich genug Resveratrol über Lebensmittel aufnehmen?
Sind Resveratrol und Pterostilben sicher?
Wissenschaftliche Quellen
- Fadlalmola H.A. et al. (2023). Efficacy of resveratrol in women with polycystic ovary syndrome: a systematic review and meta-analysis of randomized clinical trials. Pan African Medical Journal, 44, 134. doi:10.11604/pamj.2023.44.134.32404
- Larik M.O. et al. (2024). Effects of resveratrol on polycystic ovarian syndrome: a systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials. Endocrine, 83(1), 51-59. doi:10.1007/s12020-023-03479-4
- Banaszewska B. et al. (2016). Effects of resveratrol on polycystic ovary syndrome: a double-blind, randomized, placebo-controlled trial. Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism, 101(11), 4322-4328.
- Bahramrezaie M. et al. (2019). Effects of resveratrol on VEGF and HIF1 genes expression in granulosa cells in infertile women with PCOS: a randomized clinical trial. Journal of Assisted Reproduction and Genetics, 36(8), 1701-1712.
- Etxeberria U. et al. (2017). Pterostilbene-induced changes in gut microbiota composition in relation to obesity. Molecular Nutrition & Food Research, 61(1). doi:10.1002/mnfr.201500906
- Riche D.M. et al. (2013). Analysis of safety from a human clinical trial with pterostilbene. Journal of Toxicology, 2013, 463595.
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