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Woran erkenne ich die Wechseljahre? Die 10 häufigsten Symptome - Hormonic
Wechseljahre29. Okt 202511 Min. Lesezeit

Wechseljahre-Symptome: die 34 Anzeichen erkennen

Dieser Artikel ist Teil von: Perimenopause und Wechseljahre: Der komplette medizinische Guide

Kurzdefinition

Wechseljahre-Symptome sind die körperlichen und seelischen Anzeichen, die entstehen, wenn in Perimenopause und Menopause vor allem Östrogen und Progesteron absinken. Bekannt geworden sind sie als „die 34 Symptome der Wechseljahre".

Zuletzt aktualisiert: September 2026

Das Wichtigste in Kürze

  • Als „34 Symptome der Wechseljahre“ wird die bekannte Liste der häufigsten körperlichen, psychischen und urogenitalen Anzeichen bezeichnet.
  • Auslöser ist der Abfall von Östrogen und Progesteron in Perimenopause und Menopause.
  • Die Wechseljahre beginnen meist zwischen Mitte 40 und Mitte 50, ein veränderter Zyklus ist oft das erste Anzeichen.
  • Zu den häufigsten Symptomen zählen Hitzewallungen, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen und Gewichtszunahme.
  • Keine Frau erlebt alle 34, und viele Beschwerden lassen sich mit Bewegung, Ernährung, Nährstoffen und ärztlicher Begleitung lindern.

Wechseljahre-Symptome sind so vielfältig, dass viele Frauen sie zunächst gar nicht als solche erkennen. Mal ist es der Schlaf, mal die Stimmung, mal ein Zyklus, der plötzlich Kapriolen schlägt. In den Studien, die ich als Research Fellow lese, taucht dieses Muster immer wieder auf: Weil sich viele Beschwerden auch mit Stress, Alter oder Alltag erklären lassen, dauert es oft, bis das große Ganze sichtbar wird. Genau deshalb kursiert seit Jahren die Liste der 34 Symptome der Wechseljahre, ein Versuch, dieser Vielfalt einen Rahmen zu geben.

Dieser Überblick nimmt Dich durch alle 34 Anzeichen, geordnet in fünf verständliche Gruppen. Ich erkläre Dir, was hormonell dahintersteckt, woran Du die einzelnen Wechseljahre-Symptome erkennst und wo Du für die wichtigsten Beschwerden tiefer einsteigen kannst. Wissenschaftlich fundiert, ehrlich und ohne Panikmache.

Wusstest Du?

Viele Wechseljahre-Symptome beginnen schon in der Perimenopause, also bevor die Periode endgültig ausbleibt. In dieser Phase schwankt das Östrogen zeitweise heftiger als je zuvor, weshalb PMS-artige Beschwerden oft intensiver wahrgenommen werden.

Die 34 Symptome der Wechseljahre im Überblick

Die 34 Symptome der Wechseljahre lassen sich in fünf Gruppen ordnen: vasomotorische, psychisch-kognitive, körperliche und urogenitale Symptome sowie Beschwerden an Haut, Haaren und Schleimhäuten. Die folgende Tabelle gibt Dir einen schnellen Überblick, welche Anzeichen zu welcher Gruppe gehören.

Symptomgruppe Anzeichen aus den 34 Symptomen
Vasomotorisch Hitzewallungen, Nachtschweiß, Herzrasen und Herzklopfen, Schwindel
Psychisch & kognitiv Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Angstgefühle, depressive Verstimmung, Konzentrationsprobleme (Brain Fog), Gedächtnisprobleme, Müdigkeit, Schlafstörungen
Körperlich Gewichtszunahme, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Osteoporose, Kopfschmerzen und Migräne, Brustspannen, aufgeblähter Bauch, Kribbeln in Armen und Beinen, elektrisierendes Hautgefühl, verstärkte Allergien
Urogenital Scheidentrockenheit, Libidoverlust, Blasenschwäche, häufiger Harndrang und Harnwegsinfekte, Zyklusveränderungen
Haut, Haare & Schleimhäute Haarausfall, trockene und juckende Haut, brüchige Nägel, Mundtrockenheit und Zungenbrennen, empfindliches Zahnfleisch, veränderter Körpergeruch, verstärkter Gesichtshaarwuchs

Vasomotorische Symptome: Hitzewallungen, Nachtschweiß und Herzrasen

Vasomotorische Symptome entstehen, weil der Östrogenentzug das Temperatur- und Kreislaufzentrum im Gehirn empfindlicher macht. Zu ihnen zählen Hitzewallungen, Nachtschweiß, Herzrasen und Schwindel, und sie gehören zu den bekanntesten Wechseljahre-Symptomen überhaupt.

Hitzewallungen und Nachtschweiß

Fast 80 Prozent der Frauen erleben plötzliche Hitzeattacken, die im Kopf oder in der Brust beginnen und sich über Hals und Oberkörper ausbreiten, tagsüber als Hitzewallung, nachts als Schweißausbruch. Der Östrogenentzug verengt im Hypothalamus den Bereich, in dem sich der Körper wohlfühlt, sodass schon ein winziger Temperaturanstieg eine volle Gegenreaktion auslöst. Was im Körper genau passiert und was wirklich hilft, liest Du ausführlich im Beitrag zu Hitzewallungen und was dagegen hilft.

Herzrasen und Herzklopfen

Ein plötzlich pochendes oder stolperndes Herz, oft mitten in einer Hitzewallung oder nachts, erschreckt viele Frauen. Östrogen beeinflusst das autonome Nervensystem und die Weite der Blutgefäße, und wenn der Spiegel schwankt, reagiert der Kreislauf empfindlicher. In den allermeisten Fällen ist dieses Herzklopfen harmlos. Liegt der Ruhepuls dauerhaft über 100 oder kommen Schwindel, Atemnot oder Druck in der Brust dazu, gehört das ärztlich abgeklärt, auch um eine Schilddrüsenüberfunktion oder Rhythmusstörungen auszuschließen.

Schwindel und Benommenheit

Kurze Momente von Schwindel oder Benommenheit können ebenfalls zu den vasomotorischen Wechseljahre-Symptomen gehören, oft im Zusammenspiel mit Kreislaufschwankungen, niedrigem Blutdruck oder einer Hitzewallung. Ausreichend Trinken, langsames Aufstehen und regelmäßige Mahlzeiten stabilisieren den Kreislauf. Anhaltender oder heftiger Schwindel sollte immer ärztlich abgeklärt werden.

Psychische und kognitive Wechseljahre-Symptome

Zu den psychischen und kognitiven Wechseljahre-Symptomen zählen Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Angstgefühle, depressive Verstimmungen, Konzentrations- und Gedächtnisprobleme sowie eine tiefe Erschöpfung. Sie entstehen, weil Östrogen und Progesteron nicht nur den Zyklus steuern, sondern auch im Gehirn auf Botenstoffe wie Serotonin, GABA und Dopamin wirken. Wenn diese Hormone schwanken, gerät auch die emotionale und geistige Balance ins Wanken.

Stimmungsschwankungen und Reizbarkeit

Viele Frauen beschreiben, dass sie in der Perimenopause schneller reizbar, weinerlich oder unruhig sind und sich selbst manchmal nicht wiedererkennen. Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern hormonell mitbedingt: Fällt das beruhigende Progesteron weg und schwankt das Östrogen, reagiert das limbische System empfindlicher auf Stress. Besonders betroffen sind Frauen, die schon früher stark auf hormonelle Schwankungen reagiert haben, etwa mit ausgeprägtem PMS oder einem Stimmungstief nach einer Geburt.

Regelmäßige Bewegung ist hier eines der stärksten natürlichen Mittel, weil sie Endorphine freisetzt und Stress abbaut. Auch ein stabiler Schlaf und ein gutes soziales Netz federn die Schwankungen spürbar ab.

Angstgefühle und depressive Verstimmungen

Neu auftretende Ängstlichkeit, innere Unruhe oder Panikgefühle gehören für viele Frauen zu den überraschendsten Wechseljahre-Symptomen. Sinkt das Östrogen, sinkt tendenziell auch die Serotoninaktivität, was die Stimmung dämpfen und Ängste verstärken kann. Wichtig ist die Abgrenzung: Vorübergehende Verstimmungen sind normal, eine über mehr als zwei Wochen anhaltende Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit oder Angst gehört ernst genommen und ärztlich oder therapeutisch begleitet. Sich Unterstützung zu holen, ist ein Zeichen von Stärke, nicht von Versagen.

Brain Fog, Konzentration und Gedächtnis

Das Gefühl, wie „im Nebel“ zu denken, Wörter nicht zu finden oder ständig den Faden zu verlieren, hat einen Namen: Brain Fog. Östrogen unterstützt die Durchblutung und den Energiestoffwechsel im Gehirn, weshalb Konzentration und Wortfindung in der hormonellen Umstellung nachlassen können. Beruhigend ist: Für die meisten Frauen ist dieser Zustand vorübergehend. Wie Du gezielt gegensteuerst, liest Du in unserem Beitrag zu Brain Fog in den Wechseljahren.

Müdigkeit und Erschöpfung

Eine bleierne, oft den ganzen Tag anhaltende Müdigkeit ist eines der häufigsten und zermürbendsten Wechseljahre-Symptome. Sie speist sich aus mehreren Quellen: schlechterer Schlaf, nächtliche Hitzewallungen, ein schwankender Cortisol-Rhythmus und manchmal ein zusätzlicher Eisen- oder Vitamin-D-Mangel. Eine nährstoffreiche Ernährung, Tageslicht am Morgen und Bewegung helfen, das Energieniveau zu stabilisieren. Halten Erschöpfung und Antriebslosigkeit an, lohnt sich ein Blick auf die Blutwerte, um andere Ursachen wie eine Schilddrüsenstörung auszuschließen.

Schlafstörungen und unruhige Nächte

Guter Schlaf wird in den Wechseljahren für viele Frauen zur Seltenheit. Das beruhigende Progesteron fällt weg, nächtliche Hitzewallungen reißen Dich aus dem Tiefschlaf und der Wach-Schlaf-Rhythmus verschiebt sich. Eine ruhige, feste Abendroutine, ein kühles, dunkles Zimmer und der Verzicht auf Koffein und Bildschirme am Abend sind die wirksamsten Hebel. Magnesium kann die Entspannung unterstützen. Alle Strategien, die wirklich helfen, findest Du in unserem Ratgeber zu Schlafstörungen in der Perimenopause.

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Körperliche Wechseljahre-Symptome

Die körperlichen Wechseljahre-Symptome reichen von Gewichtszunahme über Gelenk- und Muskelschmerzen bis zu Kopfschmerzen, Brustspannen und einem aufgeblähten Bauch. Hinter den meisten steht derselbe Mechanismus: Östrogen hat entzündungshemmende Effekte und beeinflusst Stoffwechsel, Muskeln, Knochen und Bindegewebe. Sinkt es, verschieben sich diese Gleichgewichte.

Gewichtszunahme, obwohl sich nichts geändert hat

Kaum etwas verunsichert so sehr wie die langsam steigende Waage trotz gleicher Ernährung. Mit dem sinkenden Östrogen verlagert sich die Fettverteilung zum Bauch, gleichzeitig sinkt durch den natürlichen Muskelabbau der Grundumsatz. Es ist keine Frage von Disziplin, sondern von Hormonen, Muskelmasse und Schlaf. Krafttraining und eine eiweißbetonte Ernährung sind die stärksten Hebel. Wie Du das konkret angehst, liest Du in unseren Beiträgen zur Gewichtszunahme in den Wechseljahren und zum Abnehmen in den Wechseljahren.

Gelenk- und Muskelschmerzen

Dass steife, schmerzende Gelenke mit den Hormonen zu tun haben, überrascht viele Frauen. Östrogen wirkt entzündungshemmend und unterstützt Gelenkflüssigkeit und Knorpel; fällt es weg, machen sich bei manchen Frauen Beschwerden vor allem in Händen, Knien, Hüften und Rücken bemerkbar. Sanfte, regelmäßige Bewegung ist hier zentral. Mehr dazu in unseren Beiträgen zu Gelenkschmerzen in den Wechseljahren und zu Muskelschmerzen in den Wechseljahren.

Knochenschwund und Osteoporose

Östrogen schützt die Knochen, indem es den Knochenabbau bremst. In den Jahren um die Menopause beschleunigt sich der Verlust an Knochendichte deshalb spürbar, oft ganz ohne Symptome, bis es zu einem Bruch kommt. Krafttraining, ausreichend Eiweiß, Calcium und Vitamin D sind die wichtigsten Bausteine der Vorbeugung. Was im Körper genau passiert, erklären wir im Beitrag zu Osteoporose.

Kopfschmerzen und Migräne

Frauen, die zu hormonell getriggerter Migräne neigen, erleben in der Perimenopause häufig eine Zunahme der Attacken, weil die Östrogenschwankungen größer werden. Nach der letzten Regelblutung bessern sich diese Kopfschmerzen bei vielen wieder. Ein Kopfschmerz-Tagebuch hilft, Trigger wie Schlafmangel, Stress oder das Auslassen von Mahlzeiten zu erkennen.

Brustspannen und empfindliche Brüste

Ein Ziehen oder Spannen in der Brust kann sich in der Perimenopause verstärken, weil das Verhältnis von Östrogen zu Progesteron aus dem Gleichgewicht gerät. Meist ist es harmlos, jede neue, einseitige oder tastbare Veränderung gehört aber ärztlich abgeklärt.

Aufgeblähter Bauch und Verdauungsprobleme

Ein Bauch, der sich im Lauf des Tages aufbläht, bis er fast wie schwanger aussieht, ist ein überraschend häufiges Wechseljahre-Symptom. Östrogen und Progesteron beeinflussen Darmbewegung, Wassereinlagerung und Mikrobiom. Woher der Blähbauch kommt und was hilft, liest Du im Beitrag zum aufgeblähten Bauch in den Wechseljahren.

Kribbeln, elektrisierendes Hautgefühl und Allergien

Zu den selteneren, aber echten Wechseljahre-Symptomen gehören ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in Armen und Beinen (Parästhesien), ein kurzes „elektrisierendes“ Gefühl unter der Haut sowie ein verstärktes Auftreten von Allergien. Auch dahinter steht der Einfluss des Östrogens auf Nervengewebe und Immunsystem. Ausgeprägte oder anhaltende Nervenmissempfindungen sollten ärztlich abgeklärt werden.

Urogenitale Wechseljahre-Symptome: Scheide, Libido und Blase

Die urogenitalen Wechseljahre-Symptome betreffen Scheide, Blase und Sexualität. Sie werden unter dem Begriff genitourethrales Syndrom der Menopause zusammengefasst und gehören zu den Beschwerden, die sich besonders gut behandeln lassen, obwohl kaum jemand darüber spricht.

Scheidentrockenheit und nachlassende Libido

Sinkt das Östrogen, wird das Gewebe im Intimbereich dünner, trockener und empfindlicher, was zu Trockenheitsgefühl, Schmerzen beim Sex und häufigeren Blasenentzündungen führen kann. Gleichzeitig lässt bei vielen Frauen die Lust nach, weil neben Östrogen auch Testosteron sinkt und Müdigkeit, Stress und Trockenheit zusammenwirken. Beides ist gut behandelbar. Was konkret hilft, erklären wir im Beitrag zu Scheidentrockenheit und Libidoverlust in den Wechseljahren.

Blasenschwäche, Harndrang und Harnwegsinfekte

Auch Blase und Harnröhre reagieren auf den Östrogenabfall: Mal geht beim Niesen, Husten oder Lachen ungewollt Urin ab, mal meldet sich die Blase plötzlich sehr dringend, und Harnwegsinfekte häufen sich. Ein regelmäßiges Beckenbodentraining ist das wirksamste Mittel und entfaltet seine Kraft bei konsequenter Übung über Wochen. Bei stärkerer Ausprägung helfen lokale Östrogenpräparate dem Gewebe.

Zyklusveränderungen als erstes Signal

Für die meisten Frauen ist nicht die Hitzewallung das erste Anzeichen, sondern ein Zyklus, der aus dem Takt gerät: Die Periode kommt früher oder später, wird schwächer oder stärker, oder ein Zyklus fällt ganz aus. Das ist meist das früheste Wechseljahre-Symptom und markiert den Beginn der Perimenopause. Den Unterschied der Phasen erklären wir im Beitrag Perimenopause vs. Menopause.

Wechseljahre-Symptome an Haut, Haaren und Schleimhäuten

Östrogen hält Haut, Haare und Schleimhäute feucht, elastisch und dicht. Sinkt der Spiegel, zeigen sich Symptome wie dünner werdendes Haar, trockene Haut, brüchige Nägel und Veränderungen an Mund und Zahnfleisch.

Haarausfall und dünner werdendes Haar

Volleres Haar, das plötzlich dünner wird, mehr Haare in der Bürste, ein breiter werdender Scheitel: Der Östrogenabfall verkürzt die Wachstumsphase der Haare, während der Einfluss der Androgene relativ zunimmt. Was den Haaren jetzt hilft, liest Du im Beitrag zu Haarausfall in den Wechseljahren.

Trockene Haut, brüchige Nägel und Schleimhäute

Weil Östrogen die Kollagenbildung und die Feuchtigkeitsbindung der Haut unterstützt, wird die Haut in den Wechseljahren oft trockener, dünner und juckt leichter, Nägel werden brüchiger. Auch die Mundschleimhaut kann trockener werden, manche Frauen bemerken ein Brennen im Mund oder empfindlicheres Zahnfleisch. Eine reichhaltige Pflege, ausreichend Trinken und eine eiweiß- und nährstoffreiche Ernährung unterstützen von innen und außen.

Veränderter Körpergeruch und verstärkter Gesichtshaarwuchs

Durch das veränderte Verhältnis der Hormone berichten manche Frauen von einem veränderten Körpergeruch, oft verstärkt durch die vermehrten Schweißausbrüche. Weil die Androgene relativ mehr Gewicht bekommen, kann zudem feiner Haarwuchs im Gesicht auftreten, während das Kopfhaar dünner wird. Beides ist Teil der hormonellen Umstellung und in aller Regel harmlos.

Bin ich in den Wechseljahren? Wann Du ärztlich abklären solltest

Ob Deine Beschwerden zu den Wechseljahren gehören, lässt sich nicht an einem einzigen Symptom festmachen, sondern am Gesamtbild aus Alter, Zyklusveränderungen und typischen Anzeichen. Ein veränderter Zyklus ab Mitte 40 zusammen mit Hitzewallungen, Schlafstörungen oder Stimmungsschwankungen ist ein starker Hinweis. Ärztlich abklären lassen solltest Du sehr starke oder sehr häufige Blutungen, Blutungen nach der Menopause, neue einseitige Brustveränderungen, dauerhaftes Herzrasen mit Schwindel oder Atemnot sowie eine über Wochen anhaltende Niedergeschlagenheit.

Unsicher, ob Deine Beschwerden wirklich zu den Wechseljahren gehören? Mach unseren kostenlosen Hormon-Check, er ordnet Deine Symptome in wenigen Minuten ein und zeigt Dir mögliche nächste Schritte. Wenn Du es genauer wissen möchtest, kannst Du Deine wichtigsten Hormonwerte auch bequem von zu Hause mit dem Hormondiagnostik Kit in Zusammenarbeit mit einem zertifizierten Labor bestimmen lassen.

Für den Alltag gilt: Viele Wechseljahre-Symptome lassen sich mit den richtigen Bausteinen abfedern. Eine Übersicht liefert unser Ratgeber zur Ernährung in den Wechseljahren, und warum Magnesium in den Wechseljahren ein sinnvoller Baustein sein kann, liest Du hier. Den vollständigen medizinischen Überblick findest Du in unserem großen Wechseljahre-Guide.

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Die 34 Symptome der Wechseljahre wirken auf den ersten Blick erschlagend, doch keine Frau erlebt sie alle. Sie sind kein Zeichen von Schwäche, sondern die Sprache eines Körpers, der sich gerade neu einstellt. Wenn Du weißt, welche Anzeichen zusammengehören und warum sie entstehen, verlieren sie viel von ihrem Schrecken.

Und Du musst nichts einfach aushalten. Von Bewegung über Ernährung bis zu gezielten Nährstoffen gibt es viele sanfte, wissenschaftlich fundierte Wege, und bei stärkeren Beschwerden auch medizinische Optionen. Wenn Du Deine eigenen Beschwerden einordnen möchtest, begleiten Dich unsere Ärztinnen in einem kostenlosen Erstgespräch gerne dabei.

Häufige Fragen zu den Wechseljahre-Symptomen

Was sind die 34 Symptome der Wechseljahre?

Als „34 Symptome der Wechseljahre“ wird die bekannte Liste der häufigsten Anzeichen bezeichnet, die durch den Abfall von Östrogen und Progesteron entstehen. Dazu zählen vasomotorische Symptome wie Hitzewallungen, Nachtschweiß und Herzrasen; psychische und kognitive wie Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Angst, Brain Fog und Schlafstörungen; körperliche wie Gewichtszunahme, Gelenk- und Muskelschmerzen, Kopfschmerzen und Osteoporose; urogenitale wie Scheidentrockenheit, Libidoverlust und Blasenschwäche; sowie Haut-, Haar- und Schleimhaut-Symptome wie Haarausfall, trockene Haut und brüchige Nägel. Keine Frau hat alle 34.

Wann beginnen die Wechseljahre?

Die Wechseljahre beginnen bei den meisten Frauen zwischen Mitte 40 und Mitte 50. Die erste Phase, die Perimenopause, kann schon einige Jahre vor der letzten Regelblutung starten und macht sich oft durch einen unregelmäßigen Zyklus bemerkbar. Als Menopause gilt rückblickend der Zeitpunkt der letzten Periode, im Schnitt um das 51. Lebensjahr. Beginnen deutliche Beschwerden schon vor dem 40. Lebensjahr, sollte das ärztlich abgeklärt werden.

Welche Wechseljahre-Symptome sind die häufigsten?
Am häufigsten sind Hitzewallungen und Nachtschweiß, von denen rund 80 Prozent der Frauen betroffen sind, gefolgt von Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Gewichtszunahme und Gelenkschmerzen. Ein unregelmäßiger Zyklus in der Perimenopause ist meist das allererste Anzeichen. Wie stark die Beschwerden ausfallen, ist von Frau zu Frau sehr unterschiedlich.
Was hilft bei Wechseljahresbeschwerden?
An erster Stelle stehen Lebensstil-Bausteine: Krafttraining und Bewegung, eine eiweiß- und nährstoffreiche Ernährung, guter Schlaf und Stressabbau. Nährstoffe wie Magnesium, B-Vitamine und Folat sowie pflanzliche Stoffe wie Rotklee und Safran werden im Zusammenhang mit Wechseljahresbeschwerden untersucht. Bei stärkeren Beschwerden ist die Hormontherapie die wirksamste medizinische Option, das besprichst Du individuell mit Deiner Ärztin.

Wissenschaftliche Quellen

  • Deutsche Menopause Gesellschaft (2020). S3-Leitlinie Peri- und Postmenopause: Diagnostik und Interventionen. AWMF-Registernr. 015-062.
  • Santoro, N. et al. (2015). Menopausal Symptoms and Their Management. Endocrinology and Metabolism Clinics of North America, 44(3), 497-515. doi:10.1016/j.ecl.2015.05.001
  • Freeman, E. W. et al. (2014). Duration of menopausal vasomotor symptoms over the menopause transition. JAMA Internal Medicine, 175(4), 531-539. doi:10.1001/jamainternmed.2014.8063
  • Davis, S. R. et al. (2015). Menopause. Nature Reviews Disease Primers, 1, 15004. doi:10.1038/nrdp.2015.4
  • The North American Menopause Society (2022). The 2022 Hormone Therapy Position Statement. Menopause, 29(7), 767-794.

Über die Autorin

Amelie Weiss

Research Fellow, PhD · Hormonic

Amelie Weiss ist Research Fellow bei Hormonic und beschäftigt sich mit wissenschaftlicher Recherche rund um hormonelle Gesundheit, Mikronährstoffe und evidenzbasierte Frauengesundheit.

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