Als ich mich zum ersten Mal wissenschaftlich mit der Eizellreserve beschäftigt habe, hat mich eine Zahl überrascht: Die meisten Eizellen hattest Du, als Du selbst noch ein winziger Fötus im Bauch Deiner Mutter warst. Ab da geht es nur noch bergab, ganz natürlich und unabhängig von Deinem Lebensstil.
In diesem Beitrag schauen wir uns an, wie viele Eizellen eine Frau eigentlich hat, wie sich die Reserve über das Leben verändert und warum verbreitete Mythen, etwa zur Antibabypille, so hartnäckig sind. Ich ordne die Fakten ein, ehrlich und ohne Panikmache.
Wie viele Eizellen hat eine Frau?
Die Zahl verändert sich stark im Lauf des Lebens. Um die 20. Schwangerschaftswoche hat ein weiblicher Fötus mit etwa 6 bis 7 Millionen Eizellen sein Maximum. Bei der Geburt sind es noch rund 1 bis 2 Millionen, zur Pubertät etwa 300.000 bis 500.000, und zur Menopause nur noch wenige Tausend. Über das gesamte fruchtbare Leben springen im Schnitt nur rund 400 bis 500 Eizellen wirklich, der große Rest geht auf natürlichem Weg zugrunde.
| Lebensphase | Ungefähre Zahl der Eizellen |
|---|---|
| 20. Schwangerschaftswoche | etwa 6 bis 7 Millionen |
| Geburt | etwa 1 bis 2 Millionen |
| Pubertät | etwa 300.000 bis 500.000 |
| Menopause | nur noch wenige Tausend |
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Häufige Fragen zu Eizellen und Eizellreserve
Wie viele Eizellen hat eine Frau?
Kann man die Anzahl der Eizellen erhöhen?
Spart die Antibabypille Eizellen?
Wie kann ich meine Eizellreserve messen lassen?
Wissenschaftliche Quellen
- Wallace, W. H. B. & Kelsey, T. W. (2010). Human Ovarian Reserve from Conception to the Menopause. PLoS ONE, 5(1), e8772. doi:10.1371/journal.pone.0008772
- Faddy, M. J. et al. (1992). Accelerated disappearance of ovarian follicles in mid-life: implications for forecasting menopause. Human Reproduction, 7(10), 1342-1346. doi:10.1093/oxfordjournals.humrep.a137570
- te Velde, E. R. & Pearson, P. L. (2002). The variability of female reproductive ageing. Human Reproduction Update, 8(2), 141-154. doi:10.1093/humupd/8.2.141
- Dewailly, D. et al. (2014). The physiology and clinical utility of anti-Müllerian hormone in women. Human Reproduction Update, 20(3), 370-385. doi:10.1093/humupd/dmt062
- Broer, S. L. et al. (2014). Anti-Müllerian hormone: ovarian reserve testing and its potential clinical implications. Human Reproduction Update, 20(5), 688-701. doi:10.1093/humupd/dmu020
- Moolhuijsen, L. M. E. & Visser, J. A. (2020). Anti-Müllerian Hormone and Ovarian Reserve: Update on Assessing Ovarian Function. Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism, 105(11), 3361-3373. doi:10.1210/clinem/dgaa513
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