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Astaxanthin

Carotinoid (Xanthophyll)·Midlife

Astaxanthin

Rotes Carotinoid aus Mikroalgen, das wissenschaftlich im Zusammenhang mit Membranschutz und zellulären Prozessen untersucht wird.

Astaxanthin ist ein rotes Carotinoid aus der Untergruppe der Xanthophylle. Es ist verantwortlich für die charakteristische rötliche Färbung von Lachs, Forelle, Krill, Garnelen und Flamingos. Diese Tiere können Astaxanthin nicht selbst synthetisieren, sondern nehmen es über die Nahrungskette aus Mikroalgen auf.

Die Hauptquelle für Astaxanthin in der Natur und in Nahrungsergänzungsmitteln ist die Süßwasser-Mikroalge Haematococcus pluvialis. Sie produziert Astaxanthin als Schutzmechanismus gegen ungünstige Umweltbedingungen wie hohe UV-Strahlung, Nährstoffmangel oder Wassermangel und kann dabei den eigenen Astaxanthingehalt um ein Vielfaches steigern. In dieser Stressphase färbt sich die Alge tiefrot. Die geernteten Algenzysten werden anschließend zu standardisierten Extrakten verarbeitet.

Über die normale Ernährung wird Astaxanthin in relativ geringen Mengen aufgenommen – ein 100-Gramm-Stück Wildlachs enthält typischerweise 1 bis 4 mg Astaxanthin, während Zuchtlachs deutlich variabler ist. Für eine kontinuierliche Supplementation in studienrelevanten Dosierungen werden daher meist konzentrierte Extrakte aus Haematococcus pluvialis eingesetzt. Die regulatorischen Höchstmengen für Astaxanthin in Nahrungsergänzungsmitteln werden in der EU laufend angepasst und sollten beim Produktdesign berücksichtigt werden.

Aufgrund seiner einzigartigen molekularen Struktur – eine lange Polyenkette mit polaren Endgruppen – kann sich Astaxanthin transmembranär in Phospholipid-Doppelschichten von Zellmembranen einlagern. In dieser Position wird es im wissenschaftlichen Kontext im Zusammenhang mit Membranstabilität untersucht.

In Humanstudien wird Astaxanthin im Bereich der Haut hinsichtlich UV-induzierter Belastung und Hautelastizität analysiert. Im sportwissenschaftlichen Kontext stehen Regeneration und Belastungsanpassung im Fokus. Im kardiometabolischen Bereich untersuchen Studien Blutfettwerte und Gefäßfunktion. Auch im Kontext PCOS und Endometriose existieren Studien zu reproduktiven und metabolischen Endpunkten. Die Datenlage ist in Teilen vielversprechend, weiterhin aber heterogen und stark abhängig von Dosierung, Studiendauer und untersuchter Population. In der EU sind derzeit keine spezifischen gesundheitsbezogenen Aussagen für Astaxanthin zugelassen.

Wirkmechanismus

Astaxanthin lagert sich aufgrund seiner einzigartigen Polyenstruktur transmembranär in Phospholipid-Doppelschichten ein. In dieser Position wird es im wissenschaftlichen Kontext mit Lipidperoxidationsprozessen in Zellmembranen in Verbindung gebracht.

Quellen

Studienlage