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Bockshornklee

Pflanzenextrakt (z. B. saponin‑standardisiert)·Shape Formula

Bockshornklee

Standardisierter Samenextrakt aus Bockshornklee, der wissenschaftlich im Kontext des Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsels untersucht wird.

Bockshornklee, wissenschaftlich Trigonella foenum-graecum, ist eine einjährige Pflanze aus der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Sie stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, dem Nahen Osten und Südwestasien, wird heute jedoch weltweit kultiviert. Bockshornklee zählt zu den ältesten Kulturpflanzen und Heilkräutern der Welt – Hinweise auf seine Verwendung gibt es bereits aus dem alten Ägypten und der antiken griechischen Medizin.

Verwendet werden vor allem die kleinen, gelblichen Samen, die in der Küche als Gewürz eingesetzt werden. Sie sind ein zentraler Bestandteil indischer Currymischungen, der äthiopischen und jemenitischen Küche sowie traditioneller Gewürzmischungen wie Garam Masala. Auch die frischen Blätter (Methi) werden in einigen Regionen als Gemüse oder Kräuter verwendet. Die Samen haben einen charakteristischen, leicht bitteren Geschmack und einen würzigen Duft, der oft als ahornsirupartig beschrieben wird.

Bockshornklee-Samen enthalten eine komplexe Zusammensetzung aus löslichen Ballaststoffen (insbesondere Galactomannane), Saponinen wie Diosgenin und Yamogenin, der Aminosäure 4-Hydroxyisoleucin sowie weiteren Pflanzenstoffen. In Nahrungsergänzungsmitteln wird Bockshornklee meist als standardisierter Samenextrakt eingesetzt – die Standardisierung erfolgt häufig auf einen definierten Saponingehalt (z. B. 10 Prozent). Die Zusammensetzung kann je nach Produkt deutlich variieren.

Im wissenschaftlichen Kontext wird Bockshornklee vor allem im Zusammenhang mit dem Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel untersucht. Mechanistisch werden Effekte auf die intestinale Glukoseabsorption (durch lösliche Ballaststoffe), die Stimulation der Insulinsekretion (durch 4-Hydroxyisoleucin) sowie verschiedene Effekte der enthaltenen Saponine diskutiert.

Humanstudien betrachten Blutzuckerwerte, Insulinsensitivität und Blutfettprofile, insbesondere im Kontext metabolischer Parameter. Die Ergebnisse sind heterogen und abhängig von Dosierung, Extraktqualität und Studiendesign. Im hormonellen Bereich wird Bockshornklee in einzelnen Studien im Zusammenhang mit Libido, Androgenhaushalt, Wechseljahrsbeschwerden und Stillzeit untersucht; bei PCOS liegen einzelne kleinere Studien vor. In der EU sind derzeit keine spezifischen gesundheitsbezogenen Aussagen für Bockshornklee zugelassen.

Wirkmechanismus

Steroidsaponine (z. B. Fenusid) und 4-Hydroxyisoleucin in Bockshornklee-Samen werden im wissenschaftlichen Kontext mit der Glukoseabsorption und einer Stimulation der glukoseabhängigen Insulinsekretion in Verbindung gebracht. Lösliche Ballaststoffe verlangsamen zusätzlich die postprandiale Glukoseaufnahme.

Quellen

Studienlage: