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Chrompicolinat

Spurenelement-Komplex (Chrom III)·Hormonic Base

Chrompicolinat

Chrom(III)-Verbindung, die zur Aufrechterhaltung normaler Blutzuckerwerte und zu einem normalen Makronährstoffstoffwechsel beiträgt.

Chrom ist ein Spurenelement, das in der Ernährung in sehr unterschiedlichen Mengen vorkommt. Im Körper liegt es in seiner biologisch aktiven Form als dreiwertiges Chrom (Chrom III) vor; sechswertiges Chrom hingegen ist toxisch und industriell relevant, spielt aber im Ernährungskontext keine Rolle.

Natürliche Nahrungsquellen für Chrom sind Vollkornprodukte, Brokkoli, Nüsse, Hülsenfrüchte, Eigelb sowie einige Fleischsorten. Brauhefe, grüne Bohnen und Birnen enthalten ebenfalls relevante Mengen. Allerdings schwanken die Angaben in Lebensmitteltabellen stark, da Anbau, Bodenbeschaffenheit, Düngung und industrielle Verarbeitung den Chromgehalt erheblich beeinflussen. Verarbeitete Lebensmittel und Zucker können den Chrombedarf zudem indirekt erhöhen, da Chrom über den Urin verstärkt ausgeschieden wird.

In Nahrungsergänzungsmitteln wird Chrom häufig als Chrompicolinat eingesetzt – ein Komplex aus Chrom(III) und Picolinsäure, der eine vergleichsweise gute Bioverfügbarkeit aufweist. Andere gebräuchliche Formen sind Chrom-Polynicotinat und Chromhefe. Übliche Supplementdosierungen liegen im Bereich von etwa 50 bis 200 µg pro Tag, was sich an den Referenzwerten für die tägliche Zufuhr orientiert.

Gemäß EU-Health-Claims-Verordnung trägt Chrom zu einem normalen Stoffwechsel von Makronährstoffen und zur Aufrechterhaltung normaler Blutzuckerwerte bei. Diese Aussagen beziehen sich auf die allgemeine physiologische Rolle von Chrom im Glukose- und Lipidstoffwechsel.

Im wissenschaftlichen Kontext werden in Humanstudien Marker der Insulinsensitivität, Blutfettwerte und teilweise reproduktionsbezogene Parameter analysiert. Die Studienergebnisse sind heterogen und stark von Studiendesign sowie der untersuchten Population abhängig. Insbesondere bei Frauen mit PCOS wird Chrom regelmäßig in Meta-Analysen zu Insulinresistenz mit anderen Mineralstoffen verglichen.

Wirkmechanismus

Chrom(III) wird mit der Aktivität des Insulin-Rezeptors über das Chromodulin-System in Verbindung gebracht: Chromodulin verstärkt in seiner mit Chrom besetzten Form die Insulin-Rezeptor-Tyrosinkinase-Aktivität und damit die nachgeschaltete Insulin-Signalkaskade.

Quellen

Studienlage: