
Polyphenol·Cycle+ Formula, Midlife Formula
Quercetin
Quercetin ist ein sekundärer Pflanzenstoff aus der Gruppe der Flavonole und kommt natürlicherweise in zahlreichen pflanzlichen Lebensmitteln vor.
Quercetin ist ein sekundärer Pflanzenstoff aus der Gruppe der Flavonole, einer Untergruppe der Flavonoide. Es zählt zu den am intensivsten erforschten Polyphenolen und kommt in zahlreichen pflanzlichen Lebensmitteln vor.
Besonders hohe Mengen finden sich in roten Zwiebeln und in den äußeren Schichten von Apfelschalen – wer Äpfel mit Schale konsumiert, nimmt deutlich mehr Quercetin auf als jemand, der die Schale entfernt. Weitere relevante Quellen sind Kapern, Heidelbeeren, Preiselbeeren, Trauben (besonders rote), Brokkoli, Grünkohl, Tomaten sowie Kräuter wie Liebstöckel und Dill. Auch grüner und schwarzer Tee enthalten nachweisbare Quercetin-Mengen.
In Lebensmitteln liegt Quercetin meist nicht in freier Form vor, sondern gebunden an Zuckerreste als sogenannte Quercetin-Glykoside (z. B. Quercetin-3-O-Rutinosid, auch bekannt als Rutin). Diese Glykoside müssen im Darm hydrolysiert werden, bevor das Aglykon Quercetin resorbiert werden kann. In Nahrungsergänzungsmitteln wird häufig das isolierte Quercetin-Aglykon oder ein standardisierter Pflanzenextrakt eingesetzt – häufig aus Sophora japonica oder Eukalyptusblättern. Die Bioverfügbarkeit ist formulierungsabhängig; Quercetin-Phytosomen gelten als deutlich besser resorbierbar.
Im wissenschaftlichen Kontext wird Quercetin im Zusammenhang mit zellulären Signalwegen wie NF-κB, AMPK und PI3K/Akt untersucht. Mechanistische Studien beschreiben Wechselwirkungen mit verschiedenen Signalmechanismen, redoxaktive Eigenschaften gegenüber reaktiven Sauerstoffspezies sowie Effekte auf die Mastzellstabilisierung.
In Humanstudien stehen häufig metabolische Marker im Fokus, darunter Blutzuckerwerte, Insulinsensitivität, Blutfettwerte. Im Zusammenhang mit PCOS existieren einzelne kleinere randomisierte Studien zu hormonellen und metabolischen Parametern. Auch in der gynäkologischen Forschung – etwa bei Endometriose – wird Quercetin häufig in Kombination mit anderen Polyphenolen wie Curcumin und Resveratrol betrachtet. Die Datenlage ist heterogen und stark abhängig von Dosierung, Studiendauer und untersuchter Population. In der EU sind derzeit keine spezifischen gesundheitsbezogenen Aussagen für Quercetin zugelassen.
Wirkmechanismus
Quercetin moduliert mehrere zelluläre Signalwege, darunter NF-κB, AMPK und PI3K/Akt, und beeinflusst Enzyme wie Cyclooxygenase und Lipoxygenase. Als Flavonoid mit fünf Hydroxylgruppen wird es im wissenschaftlichen Kontext im Zusammenhang mit Redox-Reaktionen untersucht und kann die Mastzellen-Degranulation beeinflussen.
Quellen
Studienlage
- Impact of curcumin, quercetin, or resveratrol on endometriosis: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35583746/
- Quercetin and PCOS: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36588716/
- Effects of quercetin in gynecological disorders: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38461683/
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