
Vitamin (Menaquinon, MK-7)·Hormonic Base
Vitamin K2
Fettlösliches Vitamin, das zur normalen Blutgerinnung und zur Erhaltung normaler Knochen beiträgt.
Vitamin K2 gehört zur Gruppe der fettlöslichen Vitamine und wird wissenschaftlich als Menaquinon bezeichnet. Es existieren mehrere natürliche Formen, vor allem MK-4 und MK-7, die sich in ihrer Bioverfügbarkeit und Halbwertszeit unterscheiden.MK-7 wird in Nahrungsergänzungsmitteln bevorzugt eingesetzt, da es eine deutlich längere Halbwertszeit besitzt und über den Tag hinweg stabilere Blutspiegel ermöglicht. Natürliche Quellen für Vitamin K2 sind vor allem fermentierte Lebensmittel – an erster Stelle das japanische Natto, das aus fermentierten Sojabohnen gewonnen wird – sowie bestimmte tierische Produkte wie fermentierter Käse, Eigelb und Innereien. Im Unterschied dazu kommt Vitamin K1 (Phyllochinon) hauptsächlich in grünem Blattgemüse vor.Vitamin K aktiviert bestimmte Eiweiße im Körper – die sogenannten Vitamin-K-abhängigen Proteine. Dazu gehören Gerinnungsfaktoren, Osteocalcin (im Knochenstoffwechsel) und Matrix-Gla-Protein (in Gefäßwänden). Erst die Vitamin-K-abhängige Carboxylierung macht diese Proteine biologisch aktiv.Gemäß EU-Health-Claims-Verordnung trägt Vitamin K zu einer normalen Blutgerinnung und zur Erhaltung normaler Knochen bei. Häufig wird die Kombination mit Vitamin D3 untersucht, da Vitamin D die Bildung Vitamin-K-abhängiger Proteine fördert. Im PCOS-Kontext ist die Studienlage begrenzt; einzelne kleinere Studien betrachten die kombinierte Supplementierung von Vitamin D und K im Hinblick auf metabolische Parameter, ohne dass sich daraus bislang eindeutige Schlussfolgerungen ableiten lassen.Bei gleichzeitiger Einnahme von Vitamin-K-Antagonisten wie Warfarin oder Phenprocoumon sollte eine Vitamin-K2-Supplementation ausschließlich nach ärztlicher Rücksprache erfolgen, da Vitamin K die Wirkung dieser Wirkstoffe beeinflussen kann.
Wirkmechanismus
Vitamin K2 fungiert als Cofaktor des Enzyms γ-Glutamylcarboxylase, das Glutamat-Reste in Vitamin-K-abhängigen Proteinen (z. B. Osteocalcin, Matrix-Gla-Protein, Gerinnungsfaktoren II, VII, IX, X) zu γ-Carboxyglutamat umwandelt. Erst diese Carboxylierung macht die Proteine biologisch aktiv.
Quellen
Studienlage
- Vitamin D and vitamin K status in postmenopausal women with normal and low bone mineral density: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38158723/
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