Abnehmen in den Wechseljahren gelingt vielen Frauen schwerer als früher. Der Grund liegt vor allem im sinkenden Östrogen, das Fett stärker zum Bauch verlagert, und im altersbedingten Muskelabbau, der den Grundumsatz senkt. Beides ist beeinflussbar.
Das Wichtigste in Kürze
- Sinkendes Östrogen verlagert Fett zum Bauch, und Muskelabbau senkt den Grundumsatz, das erschwert das Abnehmen.
- Der größte Teil der Zunahme über die Lebensmitte hängt mit dem Älterwerden und weniger Bewegung zusammen, nicht allein mit den Hormonen.
- Am besten belegt sind genug Eiweiß und Krafttraining kombiniert mit Ausdauer.
- Eine mediterrane Ernährung ohne Crash-Diäten, guter Schlaf und weniger Alkohol helfen zusätzlich.
- Nahrungsergänzung ist kein Abnehmmittel, kann aber einen normalen Energiestoffwechsel unterstützen.
Du machst eigentlich alles wie immer, und trotzdem geht die Zahl auf der Waage nach oben oder rührt sich nicht mehr nach unten. Besonders am Bauch setzt sich plötzlich etwas an, das früher nicht da war. Wenn Du das kennst, bist Du nicht allein, und es liegt nicht an fehlender Disziplin. In den Wechseljahren verändert sich Dein Körper auf eine Weise, die das Abnehmen tatsächlich schwerer macht. Die gute Nachricht: Du kannst gezielt gegensteuern, und die Wissenschaft ist sich erstaunlich einig, was dabei wirkt.
Wusstest Du?
Nicht alles, was in der Lebensmitte zunimmt, sind „die Hormone". Studien zeigen, dass die Wechseljahre vor allem die Fettverteilung verändern, also mehr Bauchfett, während die eigentliche Gewichtszunahme über die Jahre stärker mit dem Älterwerden und weniger Bewegung zusammenhängt (Davis et al., 2012). Das ist eine gute Nachricht, denn genau da kannst Du ansetzen.
Warum das Abnehmen in den Wechseljahren schwerer wird
Der wichtigste Auslöser ist das sinkende Östrogen. Es sorgt dafür, dass sich Fett von den Hüften weg und stärker zum Bauch verlagert, dorthin, wo es als viszerales Fett auch stoffwechselaktiv und ungünstiger ist. Eine große Langzeitstudie beobachtete, dass sich die Fettzunahme rund um den Beginn der Wechseljahre etwa verdoppelt, während die Muskelmasse abzunehmen beginnt (Greendale et al., 2019).
Der zweite Faktor ist der Muskelabbau. Mit den Jahren verliert der Körper Muskelmasse, und weniger Muskeln bedeuten einen niedrigeren Grundumsatz, Du verbrauchst also in Ruhe weniger Energie. Wichtig zur Einordnung: Ein Teil davon gehört zum normalen Älterwerden und ist nicht rein hormonell. Genau deshalb wirken die richtigen Hebel so gut, denn sie setzen bei Muskeln und Stoffwechsel an.
| Faktor | Was passiert | Folge fürs Gewicht |
|---|---|---|
| Östrogen sinkt | Fett wandert zum Bauch | mehr viszerales Bauchfett |
| Muskelmasse sinkt | Grundumsatz fällt | weniger Energieverbrauch in Ruhe |
| Schlaf & Stress | Cortisol hoch, Appetit steigt | mehr Heißhunger, Bauchfett |
| Alter & Bewegung | weniger Aktivität | größter Teil der Zunahme |
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Häufige Fragen zum Abnehmen in den Wechseljahren
Warum nimmt man in den Wechseljahren zu?
Was ist die beste Ernährung zum Abnehmen in den Wechseljahren?
Welcher Sport hilft beim Abnehmen in den Wechseljahren?
Helfen Nahrungsergänzungsmittel beim Abnehmen in den Wechseljahren?
Wissenschaftliche Quellen
- Greendale, G. A. et al. (2019). Changes in body composition and weight during the menopause transition. JCI Insight. doi:10.1172/jci.insight.124865
- Davis, S. R. et al. (2012). Understanding weight gain at menopause. Climacteric. doi:10.3109/13697137.2012.707385
- Kim, J. E. et al. (2016). Effects of dietary protein intake on body composition changes after weight loss in older adults. Nutrition Reviews. doi:10.1093/nutrit/nuv065
- Nabuco, H. C. G. et al. (2021). Impact of protein intake during weight loss in overweight postmenopausal women: a randomized controlled trial. Obesity Facts. doi:10.1159/000514427
- Wang, H. et al. (2023). The effects of exercise training on body composition in postmenopausal women: a systematic review and meta-analysis. Frontiers in Endocrinology. doi:10.3389/fendo.2023.1183765
- Papadaki, A. et al. (2020). The Mediterranean diet and menopausal health: an EMAS position statement. Maturitas. doi:10.1016/j.maturitas.2020.09.001
- Kohanmoo, A. et al. (2024). Short sleep duration is associated with higher risk of central obesity: a meta-analysis of prospective cohort studies. Obesity Science & Practice. doi:10.1002/osp4.772
- Pramono, A. et al. (2020). The effect of vitamin D supplementation on insulin sensitivity: a systematic review and meta-analysis. Diabetes Care. doi:10.2337/dc19-2265
- Simental-Mendía, L. E. et al. (2016). Effect of magnesium supplementation on insulin sensitivity and glucose control: a meta-analysis of randomized controlled trials. Pharmacological Research. doi:10.1016/j.phrs.2016.06.017
- EFSA NDA Panel (2010). Scientific Opinion on the substantiation of health claims related to vitamin B6, including normal energy-yielding metabolism. EFSA Journal. doi:10.2903/j.efsa.2010.1759
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