Gewichtszunahme in den Wechseljahren hat nichts mit mangelnder Disziplin zu tun. Hormone, Stoffwechsel, Schlaf und Cortisol verändern sich gleichzeitig – und genau das erklärt, warum die alten Strategien nicht mehr greifen. Was hormonell passiert und was aktuelle Studienlage empfiehlt.
Warum nimmst du in den Wechseljahren zu?
In der Lebensmitte erlebt dein Körper massive hormonelle und metabolische Veränderungen – gleichzeitig. Das erklärt, warum viele Frauen bemerken, dass die Waage steigt, obwohl sie nichts an ihrem Verhalten geändert haben. Es liegt nicht an mangelnder Disziplin, sondern an echten körperlichen Prozessen.Die Rolle der Hormone – was genau passiert
Mehrere Hormone verändern sich gleichzeitig und wirken aufeinander ein:Warum ausgerechnet der Bauch?
Östrogen hemmt normalerweise das fett-speichernde Enzym Lipoproteinlipase im Bauchbereich. Mit sinkendem Östrogenspiegel entfällt dieser Schutz. Fett, das früher bevorzugt an Hüften und Oberschenkeln gespeichert wurde, wandert nun in die Bauchregion. Dieses sogenannte viszerale Fett ist metabolisch aktiv, kann Entzündungen fördern und erhöht das kardiovaskuläre Risiko.Wassereinlagerungen durch sinkenden Progesteronspiegel sind reversibel. Sie erklären oft einen Teil der Gewichtszunahme auf der Waage – besonders in der frühen Perimenopause.
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Häufige Fragen zur Gewichtszunahme in den Wechseljahren
Warum nehme ich in den Wechseljahren zu, obwohl ich nichts ändere?
Welche Hormone sind für Bauchfett in den Wechseljahren verantwortlich?
Kann man in den Wechseljahren überhaupt noch abnehmen?
Warum hilft Krafttraining bei Wechseljahresbeschwerden und Gewicht?
Welche Supplements helfen bei Gewichtszunahme in den Wechseljahren wirklich?
Wissenschaftliche Quellen
- Davis SR et al. (2012). Understanding weight gain at menopause. Climacteric, 15(5), 419–429. doi:10.3109/13697137.2012.707385
- Maltais ML, Desroches J, Dionne IJ (2009). Changes in muscle mass and strength after menopause. J Musculoskelet Neuronal Interact, 9(4), 186–197.
- Beavers KM et al. (2017). Effect of exercise type during intentional weight loss on body composition in older adults with obesity. Obesity, 25(11), 1823–1829. doi:10.1002/oby.21977
- Leidy HJ et al. (2015). The role of protein in weight loss and maintenance. Am J Clin Nutr, 101(6), 1320S–1329S. doi:10.3945/ajcn.114.084038
- Smith-Ryan AE et al. (2021). Creatine supplementation in women's health: A lifespan perspective. Nutrients, 13(3), 877. doi:10.3390/nu13030877
- Taku K et al. (2012). Extracted or synthesized soybean isoflavones reduce menopausal hot flash frequency and severity. Menopause, 19(7), 776–790. doi:10.1097/gme.0b013e3182410159
- Lopresti AL, Drummond PD (2014). Saffron (Crocus sativus) for depression: a systematic review and examination of underlying antidepressant mechanisms of action. Hum Psychopharmacol, 29(6), 517–527. doi:10.1002/hup.2434
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