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Alpha-Liponsäure

Schwefelhaltige Verbindung (Thioctsäure)·Shape Formula

Alpha-Liponsäure

Körpereigene, schwefelhaltige Verbindung, die in den Mitochondrien als Cofaktor enzymatischer Reaktionen wirkt.

Alpha-Liponsäure (ALA), auch als Thioctsäure bezeichnet, ist eine körpereigene schwefelhaltige Verbindung, die in nahezu allen Zellen des menschlichen Organismus vorkommt. Aufgrund ihrer Doppelfunktion – sie ist wasser- und fettlöslich – nimmt sie unter den körpereigenen Verbindungen eine besondere Stellung ein.

Der Körper kann Alpha-Liponsäure selbst synthetisieren; der Bildungsort sind vor allem die Mitochondrien. Über die Ernährung wird Alpha-Liponsäure nur in sehr geringen Mengen aufgenommen. Natürliche Quellen sind insbesondere Organfleisch wie Leber, Niere und Herz sowie in deutlich kleineren Mengen Spinat, Brokkoli, Tomaten, Rosenkohl und Kartoffeln. Die in Lebensmitteln enthaltenen Mengen liegen jedoch deutlich unterhalb der Dosierungen, die in wissenschaftlichen Studien typischerweise eingesetzt werden.

Chemisch existiert Alpha-Liponsäure in zwei spiegelbildlichen Formen: der biologisch aktiveren R-Form (R-ALA) und der S-Form. In der Natur und im Körper kommt nur die R-Form vor. In Nahrungsergänzungsmitteln wird häufig ein racemisches Gemisch (50:50 R- und S-Form) eingesetzt; höherwertige Produkte verwenden stabilisierte R-Liponsäure (etwa als Na-RALA), die jedoch deutlich kostspieliger ist. Typische Studiendosierungen liegen im Bereich von 300 bis 600 mg pro Tag.

Im wissenschaftlichen Kontext spielt Alpha-Liponsäure eine wichtige Rolle als Cofaktor in mehreren Multienzymkomplexen der Mitochondrien – insbesondere im Pyruvat-Dehydrogenase-Komplex und im α-Ketoglutarat-Dehydrogenase-Komplex. Damit ist sie funktionell eng mit der mitochondrialen Energiegewinnung verknüpft.

Darüber hinaus wird Alpha-Liponsäure in Studien hinsichtlich ihrer redoxaktiven Eigenschaften untersucht und mit dem Recycling anderer endogener Redox-Moleküle wie Vitamin C, Vitamin E und Glutathion in Verbindung gebracht. In Humanstudien stehen metabolische Parameter wie Nüchternblutzucker, Insulinsensitivität und Entzündungsmarker im Fokus, einige Studien analysieren auch reproduktive und neurologische Endpunkte. Die Studienergebnisse sind heterogen und abhängig von Dosierung, Studiendesign und untersuchter Population. In der EU sind derzeit keine spezifischen gesundheitsbezogenen Aussagen für Alpha-Liponsäure zugelassen.Alpha-Liponsäure ist Cofaktor mitochondrialer Multienzymkomplexe (Pyruvat-Dehydrogenase, α-Ketoglutarat-Dehydrogenase). Aufgrund ihrer dualen Löslichkeit wirkt sie sowohl in zytosolischen als auch in lipophilen Kompartimenten und wird mit dem Recycling anderer endogener Redox-Moleküle wie Vitamin C, Vitamin E und Glutathion in Verbindung gebracht.

Wirkmechanismus

Alpha-Liponsäure ist Cofaktor mitochondrialer Multienzymkomplexe (Pyruvat-Dehydrogenase, α-Ketoglutarat-Dehydrogenase). Aufgrund ihrer dualen Löslichkeit wirkt sie sowohl in zytosolischen als auch in lipophilen Kompartimenten und wird mit dem Recycling anderer endogener Redox-Moleküle wie Vitamin C, Vitamin E und Glutathion in Verbindung gebracht.

Quellen

Studienlage: