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Curcumin

Polyphenol (Curcuma longa)·Hormonic Base

Curcumin

Curcuminoid aus der Kurkumawurzel (Curcuma longa), das wissenschaftlich im Zusammenhang mit zellulären Signalwegen untersucht wird.

Curcumin ist das hauptsächliche und zugleich am intensivsten erforschte Curcuminoid aus der Kurkumawurzel (Curcuma longa). Es ist verantwortlich für die charakteristische gelb-orange Farbe der Wurzel und wird in vielen Küchen Asiens seit Jahrhunderten als Gewürz eingesetzt – etwa als Hauptbestandteil indischer Currymischungen.

Frische oder pulverisierte Kurkuma enthält etwa 2 bis 5 Prozent Curcuminoide, von denen Curcumin den Hauptanteil ausmacht. Über die normale Ernährung werden daher nur geringe Mengen aufgenommen. In Nahrungsergänzungsmitteln werden hingegen standardisierte Curcuma-Extrakte mit deutlich höheren Curcumin-Konzentrationen eingesetzt, häufig im Bereich von 95 Prozent.

Eine zentrale Herausforderung ist die niedrige Bioverfügbarkeit von freiem Curcumin. Es wird im Darm schlecht resorbiert, rasch in der Leber metabolisiert und schnell ausgeschieden. Um die Bioverfügbarkeit zu verbessern, werden in modernen Produkten verschiedene Strategien eingesetzt: die Kombination mit Piperin (Schwarzer-Pfeffer-Extrakt), Phytosomen-Komplexe, Mizellen-Formulierungen oder Nano-Curcumin. Diese Formulierungen können die Aufnahme um ein Vielfaches erhöhen.

Im wissenschaftlichen Kontext wird Curcumin in zahlreichen Studien betrachtet. In Stoffwechselkontexten wird es häufig mit zellulären Signalwegen wie AMPK und NF-κB in Verbindung gebracht. Studien analysieren überwiegend glykämische Marker wie Nüchternglukose, Insulin und HOMA-IR sowie Lipidwerte und Marker des oxidativen Status. Meta-Analysen berichten teils Veränderungen einzelner metabolischer Parameter, bei gleichzeitig hoher Heterogenität in Bezug auf Formulierung, Begleitstoffe, Studiendauer und Population.

Sicherheitsrelevant sind vor allem gastrointestinale Beschwerden bei höheren Dosen. Mögliche Wechselwirkungen mit Antikoagulanzien und bestimmten Lebermedikamenten sollten im Einzelfall mit dem behandelnden Arzt besprochen werden. In der EU sind derzeit keine spezifischen gesundheitsbezogenen Aussagen für Curcumin zugelassen.

Wirkmechanismus

Curcumin moduliert NF-κB, einen Master-Regulator vieler zellulärer Signalprozesse, sowie Zytokin-Signalwege (TNF-α, IL-6) und beeinflusst antioxidative Signalwege wie Nrf2/ARE. Die orale Bioverfügbarkeit von freiem Curcumin ist niedrig und wird durch Piperin oder spezielle Formulierungen (Phytosomen, Mizellen) deutlich erhöht.

Quellen

Studienlage