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Isoflavone (Rotklee)

Phytoöstrogene (Trifolium pratense)·Midlife Formula

Isoflavone (Rotklee)

Pflanzliche Isoflavone aus Rotklee, deren Struktur körpereigenem Östrogen ähnelt. Sie gehören zu den am besten untersuchten Pflanzenstoffen bei Hitzewallungen in den Wechseljahren.

Isoflavone aus Rotklee stammen aus der Pflanze Trifolium pratense, einer in Europa weit verbreiteten Wiesenpflanze aus der Familie der Schmetterlingsblütler. Verwendet werden vor allem die Blüten und oberirdischen Pflanzenteile, aus denen pflanzliche Extrakte hergestellt werden.

Die biologisch relevanten Vertreter der Rotklee-Isoflavone sind vor allem Biochanin A und Formononetin. Diese werden im Körper durch Darmbakterien teilweise zu den bekannteren Isoflavonen Genistein und Daidzein umgewandelt. Im Vergleich zu Sojaprodukten, der quantitativ wichtigsten Isoflavonquelle in der menschlichen Ernährung, enthält Rotklee ein etwas anderes Isoflavonprofil, das in der Forschung zu Frauengesundheit eine eigene Rolle spielt.

Rotklee selbst wird nicht typischerweise in größeren Mengen als Lebensmittel verzehrt. Historisch wurde Rotklee in der europäischen Volksheilkunde als Tee oder Aufguss verwendet. In der modernen Anwendung finden Rotklee-Isoflavone vor allem über standardisierte Extrakte in Nahrungsergänzungsmitteln Eingang in die Ernährung. Die Standardisierung erfolgt typischerweise auf einen definierten Gesamt-Isoflavongehalt von 8 bis 40 Prozent.

Aufgrund ihrer strukturellen Ähnlichkeit zu körpereigenem Östradiol werden Rotklee-Isoflavone als Phytoöstrogene bezeichnet. Sie können an Östrogenrezeptoren binden, mit einer Präferenz für den Östrogenrezeptor β (ERβ). Je nach Gewebe und individuellem hormonellem Umfeld wirken sie als selektive Östrogenrezeptor-Modulatoren mit gewebsspezifischen Eigenschaften.

Was Studien zeigen: Für einen Pflanzenstoff ist die Studienlage zu Rotklee ungewöhnlich breit. Eine Metaanalyse von acht randomisierten Studien mit 1.043 Frauen fand, dass die Zahl der Hitzewallungen unter Rotklee-Extrakt stärker sank als unter Placebo, bei Frauen nach der Menopause um rund 2,7 pro Tag (Kanadys et al., 2021). Weitere Studien beobachteten etwas günstigere Blutfettwerte (Luís et al., 2018) und bei Frauen mit beginnendem Knochenschwund einen deutlich geringeren Verlust an Knochendichte, wenn Rotklee-Isoflavone zusammen mit Probiotika eingenommen wurden (Lambert et al., 2017).

Wie stark Rotklee wirkt, hängt auch von der Darmflora ab: Nur etwa 30 Prozent der Erwachsenen in westlichen Ländern haben Darmbakterien, die Daidzein in Equol umwandeln, eine Form, die besonders stark an Östrogenrezeptoren bindet (Magee, 2011). Das erklärt einen Teil der unterschiedlichen Ergebnisse zwischen Studien.

In der Midlife Formula stecken 100 mg Rotklee-Extrakt mit 40 mg Isoflavonen pro Tagesdosis. Das liegt im untersuchten Bereich der Studien und innerhalb der Orientierung des Bundesinstituts für Risikobewertung von höchstens 43,5 mg pro Tag (BfR, 2015).

Dass es für Rotklee-Isoflavone in der EU keinen zugelassenen Health Claim gibt, liegt nicht an fehlender Forschung: Ein solcher Claim setzt große, teure Zulassungsstudien voraus, die sich fast nur für patentierbare Produkte lohnen.

Wie Rotklee in den Wechseljahren in Studien abschneidet und woran Du ein gutes Präparat erkennst, liest Du im Artikel Rotklee in den Wechseljahren.

Mechanism of action

Rotklee-Isoflavone binden bevorzugt an den Östrogenrezeptor β (ERβ) und wirken dort als selektive Östrogenrezeptor-Modulatoren (SERMs). Je nach Gewebe und Rezeptorprofil können sie agonistisch oder antagonistisch wirken. Das ist ein Schlüsselmerkmal der Phytoöstrogen-Wirkung.

Sources

Studienlage