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Isoflavone (Rotklee)

Phytoöstrogene (Trifolium pratense)·Midlife Formula

Isoflavone (Rotklee)

Pflanzliche Phytoöstrogene aus Rotklee, deren Struktur körpereigenem Östrogen ähnelt und die im wissenschaftlichen Kontext der Wechseljahre untersucht werden.

Isoflavone aus Rotklee stammen aus der Pflanze Trifolium pratense, einer in Europa weit verbreiteten Wiesenpflanze aus der Familie der Schmetterlingsblütler. Verwendet werden vor allem die Blüten und oberirdischen Pflanzenteile, aus denen pflanzliche Extrakte hergestellt werden.

Die biologisch relevanten Vertreter der Rotklee-Isoflavone sind vor allem Biochanin A und Formononetin. Diese werden im Körper durch Darmbakterien teilweise zu den bekannteren Isoflavonen Genistein und Daidzein umgewandelt. Im Vergleich zu Sojaprodukten – der quantitativ wichtigsten Isoflavonquelle in der menschlichen Ernährung – enthält Rotklee ein etwas anderes Isoflavonprofil, das in der Forschung zu Frauengesundheit eine eigene Rolle spielt.

Rotklee selbst wird nicht typischerweise in größeren Mengen als Lebensmittel verzehrt. Historisch wurde Rotklee in der europäischen Volksheilkunde als Tee oder Aufguss verwendet. In der modernen Anwendung finden Rotklee-Isoflavone vor allem über standardisierte Extrakte in Nahrungsergänzungsmitteln Eingang in die Ernährung. Die Standardisierung erfolgt typischerweise auf einen definierten Gesamt-Isoflavongehalt von 8 bis 40 Prozent.

Aufgrund ihrer strukturellen Ähnlichkeit zu körpereigenem Östradiol werden Rotklee-Isoflavone als Phytoöstrogene bezeichnet. Sie können an Östrogenrezeptoren binden – mit einer Präferenz für den Östrogenrezeptor β (ERβ). Je nach Gewebe und individuellem hormonellem Umfeld wirken sie als selektive Östrogenrezeptor-Modulatoren mit gewebsspezifischen Eigenschaften.

In Humanstudien werden Rotklee-Isoflavone vor allem im wissenschaftlichen Kontext menopausaler Beschwerden untersucht – insbesondere im Zusammenhang mit vasomotorischen Symptomen und klimakterischen Veränderungen. Ergänzend werden Effekte auf Blutfettwerte, Knochenstoffwechsel und Gefäßfunktion erforscht. Die Studienergebnisse sind heterogen und hängen stark von Dosierung, Studiendauer und individueller hormoneller Ausgangssituation ab. In der EU sind derzeit keine spezifischen gesundheitsbezogenen Aussagen für Rotklee-Isoflavone zugelassen.

Mechanism of action

Rotklee-Isoflavone binden bevorzugt an den Östrogenrezeptor β (ERβ) und wirken dort als selektive Östrogenrezeptor-Modulatoren (SERMs). Je nach Gewebe und Rezeptorprofil können sie agonistisch oder antagonistisch wirken – ein Schlüsselmerkmal der Phytoöstrogen-Wirkung.

Sources

Studienlage