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Myo-Inositol

Vitaminähnliche Substanz (Inositol-Isomer)·Cycle+ Formula

Myo-Inositol

Vitaminähnliche, zuckerähnliche Verbindung (früher Vitamin B8), die als sekundärer Botenstoff im zellulären Insulinsignalweg eine Rolle spielt.

Myo-Inositol ist ein körpereigener, zuckerähnlicher Stoff aus der Gruppe der Inositole. Historisch wurde es als Vitamin B8 bezeichnet; heute zählt es nicht mehr zu den klassischen Vitaminen, da der Körper Myo-Inositol selbst aus Glukose synthetisieren kann. Es ist Bestandteil der Phosphatidylinositol-Membranlipide und übernimmt wichtige Funktionen in der zellulären Signalübertragung.

In Lebensmitteln kommt Myo-Inositol vor allem in pflanzlichen Quellen vor – etwa in Obst (insbesondere Zitrusfrüchten und Cantaloupe-Melone), Hülsenfrüchten, Vollkorngetreide, Nüssen und Samen. Eine ausgewogene Ernährung liefert in der Regel mehrere hundert Milligramm Myo-Inositol pro Tag, kombiniert mit der körpereigenen Synthese.

In Nahrungsergänzungsmitteln wird Myo-Inositol meist isoliert eingesetzt – häufig als Reinsubstanz oder in Kombination mit D-Chiro-Inositol. Studien verwenden typischerweise Tagesdosen von 2 bis 4 g Myo-Inositol, oft aufgeteilt auf zwei Einzelgaben. Ein häufig untersuchtes Mischungsverhältnis ist 40:1 (Myo-Inositol zu D-Chiro-Inositol), das dem physiologischen Plasma-Verhältnis ähnelt. Hormonic verwendet ein Verhältnis von etwa 111:1, das aus regulatorischen und patenttechnischen Gründen außerhalb des durch die EU-Patentanmeldung EP2782559B1 abgedeckten Bereichs liegt.

Im wissenschaftlichen Kontext wird Myo-Inositol als sekundärer Botenstoff im zellulären Insulinsignalweg beschrieben. Es ist Bestandteil von Inositolphosphoglykanen (IPG), die nach Bindung von Insulin an seinen Rezeptor freigesetzt werden und Glukose- und Lipidstoffwechsel-Schritte beeinflussen. Auch in der Reproduktionsbiologie ist Inositol beteiligt – beispielsweise an der Reifung der Eizelle und Signalweiterleitung in Granulosazellen.

Humanstudien analysieren Myo-Inositol vor allem im Zusammenhang mit Insulinresistenz, Blutzuckerwerten, Zyklusparametern und reproduktionsbezogenen Endpunkten – insbesondere bei Frauen mit polyzystischem Ovarialsyndrom (PCOS) und im Kontext von Schwangerschaftsdiabetes. Die Studienlage ist umfangreich, methodisch heterogen und ergebnisseitig vielversprechend, jedoch nicht in allen Endpunkten abschließend gesichert. In der EU sind derzeit keine spezifischen gesundheitsbezogenen Aussagen für Myo-Inositol zugelassen.

Mechanism of action

Myo-Inositol ist Bestandteil von Inositol-haltigen Phospholipiden der Zellmembran und Vorläufer von Inositolphosphoglykanen (IPGs), die als sekundäre Botenstoffe im Insulinsignalweg fungieren. Über Insulinwirkung wird ein Teil des Myo-Inositols enzymatisch zu D-Chiro-Inositol epimerisiert; das Verhältnis beider Isomere ist gewebsspezifisch reguliert.

Sources

Studienlage: