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Rhodiola rosea

Adaptogene Heilpflanze (Rosenwurz)·Cycle+ Formula

Rhodiola rosea

Mehrjährige Hochgebirgspflanze, die traditionell als Adaptogen verwendet und im wissenschaftlichen Kontext bei Stress und mentaler Erschöpfung untersucht wird.

Rhodiola rosea, im deutschen Sprachraum als Rosenwurz bekannt, ist eine mehrjährige Pflanze aus der Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae). Sie wächst in kalten, gebirgigen Regionen Europas, Asiens und Nordamerikas – insbesondere in Skandinavien, Sibirien, den Alpen, dem Altai-Gebirge und auf großen Höhen oberhalb 1.000 m. Traditionell wurde sie in nordischen, sibirischen und russischen Kulturen über Jahrhunderte hinweg verwendet.

Verarbeitet wird vor allem die Wurzel beziehungsweise das Rhizom der Pflanze. Diese enthält eine Vielzahl bioaktiver Pflanzeninhaltsstoffe – am besten untersucht sind die sogenannten Rosavine (Rosavin, Rosin, Rosarin) sowie Salidrosid (auch Rhodiolosid genannt). In hochwertigen Nahrungsergänzungsmitteln werden standardisierte Extrakte eingesetzt, deren Gehalt an Rosavinen (typischerweise 3 %) und Salidrosid (typischerweise 1 %) definiert ist. Eine markenstandardisierte Form ist Rhodiolife®, die in vielen kontrollierten Studien eingesetzt wurde.

In der Pflanzenkunde wird Rhodiola rosea als sogenanntes Adaptogen eingeordnet – ein traditioneller Begriff für Substanzen, die im Zusammenhang mit der Anpassungsfähigkeit des Organismus an Belastungssituationen untersucht werden. Wissenschaftlich wird Rhodiola vor allem im Kontext stressbezogener mentaler Erschöpfung, Konzentrationsleistung und Stimmungsparametern erforscht.

Humanstudien analysieren Rhodiola insbesondere bei stressbedingter Müdigkeit, mentaler Ermüdung und Konzentrationsfähigkeit. Untersucht werden auch subjektive Erschöpfungsscores, Stresswahrnehmung und kognitive Leistungsparameter, insbesondere in Phasen erhöhter beruflicher oder akademischer Belastung. Die Effektstärken hängen stark von Dosierung, Extraktstandardisierung und Studiendesign ab. Übliche Tagesdosen in Studien liegen zwischen 200 mg und 600 mg eines standardisierten Extrakts.

In der EU ist die regulatorische Bewertung von Rhodiola rosea uneinheitlich – einige Mitgliedsstaaten haben spezifische Vorgaben zur Verwendung als Lebensmittelzutat. Es sind derzeit keine zugelassenen gesundheitsbezogenen Aussagen vorhanden. Wechselwirkungen mit psychotropen Arzneimitteln werden in der Literatur diskutiert; eine Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit wird mangels Datenlage nicht empfohlen.Rosavine und Salidrosid werden in der Forschung mit Effekten auf zelluläre Stresssignalwege und neuronale Botenstoffsysteme (Serotonin, Dopamin, Noradrenalin) in Verbindung gebracht. In präklinischen Modellen wurde eine Modulation der Stresshormonachse (HPA-Achse) sowie eine Beeinflussung mitochondrialer Funktion und ATP-Synthese beschrieben.

Mechanism of action

Rosavine und Salidrosid werden in der Forschung mit Effekten auf zelluläre Stresssignalwege und neuronale Botenstoffsysteme (Serotonin, Dopamin, Noradrenalin) in Verbindung gebracht. In präklinischen Modellen wurde eine Modulation der Stresshormonachse (HPA-Achse) sowie eine Beeinflussung mitochondrialer Funktion und ATP-Synthese beschrieben.

Sources

Studienlage: