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Vitamin E

Vitamin·Hormonic Base

Vitamin E

Fettlösliches Vitamin, das zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress beiträgt.

Vitamin E ist ein Sammelbegriff für mehrere fettlösliche Verbindungen, die in zwei Hauptgruppen unterteilt werden: Tocopherole und Tocotrienole. Innerhalb dieser Gruppen existieren jeweils vier Isomere (alpha, beta, gamma, delta). Die biologisch aktivste Form ist α-Tocopherol, das daher auch der Referenzwert für Vitamin-E-Angaben in Lebensmitteln ist.

Natürlicherweise findet sich Vitamin E in pflanzlichen Ölen, allen voran Weizenkeimöl, das mit weitem Abstand die höchste Konzentration aufweist. Auch Sonnenblumen-, Distel- und Rapsöl liefern relevante Mengen, ebenso wie Nüsse (besonders Mandeln und Haselnüsse), Samen, Avocado und in geringerem Maß einige Gemüsesorten.

In Nahrungsergänzungsmitteln wird Vitamin E häufig als α-Tocopherol oder als Tocopherylacetat eingesetzt. Tocopherylacetat ist stabiler gegen Oxidation und wird im Körper hydrolysiert. Die Dosierungen variieren stark, häufig im Bereich von etwa 100 bis 400 I.E. (Internationale Einheiten). Wichtig zu wissen: synthetisches Vitamin E (DL-α-Tocopherol) hat etwa die halbe biologische Aktivität der natürlichen Form (D-α-Tocopherol).

Gemäß EU-Health-Claims-Verordnung trägt Vitamin E dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Damit ist die zentrale physiologische Funktion von Vitamin E klar definiert: der Schutz von Zellbestandteilen, insbesondere von ungesättigten Fettsäuren in Zellmembranen.

Im PCOS-Kontext betrachten Humanstudien meist Stoffwechsel- und Entzündungsmarker (z. B. Glukose, Insulin, Lipidwerte, oxidative Stressmarker) sowie teilweise Androgenmarker. Häufig handelt es sich um kleinere Studien oder Kombinationspräparate, weshalb die isolierte Zuordnung von Effekten an Vitamin E erschwert wird. Auch im Zusammenhang mit Umweltbelastungen wie PFAS-Exposition und Diabetesrisiko wird Vitamin E untersucht.

Wirkmechanismus

α-Tocopherol unterbricht im wissenschaftlichen Kontext die Lipidperoxidation in Zellmembranen, indem es Peroxylradikale abfängt. Das dabei entstehende Tocopheroxyl-Radikal kann durch Vitamin C, Glutathion oder Coenzym Q10 regeneriert werden – Teil des sogenannten Redox-Netzwerks.

Quellen

Studienlage