Bei Hirsutismus entfernen Rasur und Waxing nur die Haare. Wer an der hormonellen Ursache ansetzen will, landet schnell bei Ernährung, Mikronährstoffen und Lebensstil. Was davon ist belegt, was ist Hype, und wo sind die Grenzen?
Falls noch nicht erfolgt: Zuerst die Ursachen von Hirsutismus verstehen
Übermäßige Körperbehaarung, bekannt als Hirsutismus, betrifft je nach Studie etwa 4 bis 11 Prozent der Frauen und hängt oft mit erhöhten Androgenspiegeln zusammen. Rein kosmetische Maßnahmen wie Rasur oder Waxing entfernen die Haare, setzen aber nicht an der hormonellen Ursache an. Hier erfährst Du, welche Ansätze aus Ernährung, Mikronährstoffen und Lebensstil in der Forschung untersucht werden und wo ihre Grenzen liegen. Wichtig vorab: Dieser Artikel ist zur Information gedacht und ersetzt keine ärztliche Beratung.
Warum ein ganzheitlicher Blick sinnvoll ist
In den meisten Fällen geht Hirsutismus mit einem Überschuss an Androgenen einher, häufig im Zusammenhang mit PCOS. Das bedeutet: Es liegt oft ein hormonelles Ungleichgewicht zugrunde, das neben dem Haarwuchs auch Zyklusstörungen, Insulinresistenz oder Hautveränderungen begleiten kann. Bei PCOS besteht ein Zusammenspiel aus Insulin und Androgenen: Hohe Insulinspiegel können die Eierstöcke anregen, mehr Androgene zu bilden. Genau an diesem Punkt setzen viele der unten beschriebenen Ansätze an, indem sie die Insulinsensitivität unterstützen.
Gleichzeitig gilt: Kosmetische Methoden wie Rasur, Waxing oder Laser verbessern das äußere Bild, ändern aber nichts an der Androgenproduktion. Und bei ausgeprägten oder rasch fortschreitenden Fällen führt kein Weg an einer ärztlichen Abklärung vorbei. Die folgenden Maßnahmen sind als Unterstützung eines gesunden Lebensstils zu verstehen, nicht als Ersatz für eine medizinische Behandlung.
Ernährung als Grundlage
Der Umgang Deines Körpers mit Blutzucker und Insulin beeinflusst die Androgenproduktion mit. Viele Frauen mit Hirsutismus, vor allem bei PCOS, haben eine Insulinresistenz. Hier kann eine blutzuckerfreundliche Ernährung ansetzen:
- Blutzucker stabil halten: Eine ausgewogene Ernährung mit niedrigem glykämischen Index hält den Blutzucker stabiler. Studien deuten darauf hin, dass eine niedrig-glykämische, antientzündliche Kost sich günstig auf Insulinresistenz und Entzündungsmarker auswirken kann. Bei Übergewicht wird bereits eine moderate Gewichtsabnahme mit einer Verbesserung von Hyperandrogenismus in Verbindung gebracht.
- Mediterrane Muster: Es gibt nicht die eine PCOS-Diät. Entscheidend ist eine langfristig umsetzbare Ernährung mit viel Gemüse, Ballaststoffen, Eiweiß und gesunden Fetten. Beobachtungsstudien bringen eine mediterrane Ernährung mit günstigeren Stoffwechselwerten in Verbindung.
- Antientzündlich essen: Omega-3-Fettsäuren, Antioxidantien und entzündungshemmende Gewürze können stille Entzündungsprozesse dämpfen, während stark verarbeitete Lebensmittel und viel Zucker eher ungünstig wirken.
Myo-Inositol gehört zu den am besten untersuchten Substanzen bei PCOS und setzt genau an der Insulinsensitivität an. Cycle+ Formula liefert Myo-Inositol zur Unterstützung Deines Zyklus und Deiner hormonellen Balance, gut verträglich und ohne überdosierte Einzelstoffe.
Unsicher, wo Du anfangen sollst?
In einem kostenlosen 15-minuetigen Erstgespräch ordnet eine unserer Ärztinnen Deine Situation ein und zeigt Dir, welche Werte und Maßnahmen in Deinem Fall wirklich sinnvoll sein können. Bequem von zu Hause aus per Videocall, ganz ohne lange Wartezeiten.
Häufige Fragen
Kann man Hirsutismus natürlich loswerden?
Welche Nährstoffe werden bei Hirsutismus untersucht?
Wie lange dauert es, bis sich etwas tut?
Wann sollte ich zum Arzt statt zu Supplements greifen?
Wissenschaftliche Quellen
- Teede HJ, Tay CT, Laven J, et al. Recommendations from the 2023 International Evidence-based Guideline for the Assessment and Management of Polycystic Ovary Syndrome. J Clin Endocrinol Metab. 2023;108(10):2447-2469.
- Unfer V, Facchinetti F, Orru B, et al. Myo-inositol effects in women with PCOS: a meta-analysis of randomized controlled trials. Endocr Connect. 2017;6(8):647-658.
- Jamilian M, Foroozanfard F, Bahmani F, et al. Effects of Zinc Supplementation on Endocrine Outcomes in Women with PCOS: a Randomized, Double-Blind, Placebo-Controlled Trial. Biol Trace Elem Res. 2016;170(2):271-278.
Das könnte dich auch interessieren

Hirsutismus ist kein kosmetisches Problem, sondern meist hormonell bedingt. Was dahintersteckt, welche Rolle PCOS, Testosteron und SHBG spielen und wann Du zum Arzt solltest.

Erhöhte Testosteronspiegel bei Frauen, vor allem bei PCOS, beeinflussen Zyklus, Haut, Haare und Stimmung. Dieser Artikel zeigt evidenzbasierte natürliche Strategien, von zirkadianem Rhythmus über I...

PCOS Symptome sind vielfältig – dieser Artikel erklärt die vier PCOS-Typen im Detail, zeigt typische Anzeichen und hilft Dir, Deinen Typ besser zu erkennen.










