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Magnesiummangel bei Frauen: Symptome und was wirklich hilft
MikronährstoffeJun 27, 20268 min read

Magnesiummangel bei Frauen: Symptome und was wirklich hilft

Dieser Artikel ist Teil von: Mikronährstoffe und Hormone: Der Guide für Frauen

Müdigkeit, innere Unruhe, schlechter Schlaf und Krämpfe vor der Periode: Hinter solchen Beschwerden kann auch ein Magnesiummangel stecken, der bei Frauen oft übersehen wird. Dieser Artikel zeigt die typischen Anzeichen, was die Studien wirklich hergeben und was du konkret tun kannst.

Key takeaways

Ein Magnesiummangel zeigt sich bei Frauen meist als Mischung aus Müdigkeit, Unruhe, Schlafproblemen, Krämpfen und verstärkten Zyklusbeschwerden. Am besten belegt ist Magnesium bei Migräne, bei PMS sind die Hinweise vielversprechend, aber begrenzt. Die Basis ist eine magnesiumreiche Ernährung, ergänzt durch eine gut verträgliche, niedrig dosierte Einnahme.

Kurzdefinition
Was ist ein Magnesiummangel und warum betrifft er Frauen besonders?

Von einem Magnesiummangel spricht man, wenn dem Körper dauerhaft weniger Magnesium zur Verfügung steht, als er für seine Stoffwechselprozesse braucht. Magnesium ist ein essenzieller Mineralstoff: Der Körper kann ihn nicht selbst herstellen und ist vollständig auf die Zufuhr über Ernährung oder Nahrungsergänzung angewiesen.

Bei Frauen kommt eine Besonderheit hinzu. Der Bedarf schwankt über den Zyklus, und hormonelle Umbruchphasen, anhaltender Stress oder die Pille können den Magnesiumhaushalt beeinflussen. Genau diese Überlagerung macht einen leichten Mangel so schwer zu erkennen.

Du fühlst dich oft müde, gereizt oder innerlich unruhig, schläfst schlecht und kennst das Ziehen von Wadenkrämpfen kurz vor der Periode? Solche Beschwerden sind unspezifisch und haben viele mögliche Ursachen. Ein Magnesiummangel gehört zu den Faktoren, die dabei besonders häufig übersehen werden, gerade weil sich die einzelnen Anzeichen so leicht anders erklären lassen.

In diesem Artikel schauen wir uns an, woran du einen möglichen Magnesiummangel erkennst, was Magnesium im weiblichen Körper tatsächlich leistet, was die Studienlage zu Zyklus, Schlaf und Stimmung wirklich hergibt und was du konkret tun kannst, von der Ernährung bis zur Frage, welche Magnesiumform sinnvoll ist.

Typische Anzeichen eines Magnesiummangels bei Frauen

Ein Magnesiummangel zeigt sich selten mit einem einzelnen, eindeutigen Symptom. Viel häufiger ist es ein Muster aus mehreren kleinen Beschwerden, die zusammen auftreten. Weil Magnesium an so vielen Prozessen beteiligt ist, kann ein niedriger Status in ganz unterschiedlichen Bereichen spürbar werden.

Häufige Anzeichen
Worauf du achten kannst
  • Muskeln und Nerven: Wadenkrämpfe, Muskelzucken etwa am Augenlid, Verspannungen im Nacken und Kribbeln in Händen oder Füßen
  • Energie und Psyche: anhaltende Müdigkeit, Erschöpfung, Reizbarkeit und das Gefühl innerer Unruhe oder Anspannung
  • Schlaf: Schwierigkeiten beim Einschlafen, unruhiger Schlaf und nächtliches Aufwachen
  • Zyklus: verstärkte PMS-Beschwerden, Regelschmerzen und Heißhunger in den Tagen vor der Periode
  • Kopf: Kopfschmerzen und zyklusabhängige Migräne rund um die Menstruation

Wichtig ist die ehrliche Einordnung: Keines dieser Anzeichen beweist für sich allein einen Magnesiummangel. Müdigkeit, schlechter Schlaf oder PMS können viele andere Ursachen haben, von Eisenmangel über Schilddrüsenthemen bis zu schlicht zu wenig Erholung. Auffällig wird es, wenn mehrere dieser Beschwerden gemeinsam und über längere Zeit auftreten. Ein beginnender Mangel macht sich außerdem oft bemerkbar, bevor er sich im Standard-Blutbild zeigt, da der Körper den Magnesiumspiegel im Blut lange stabil hält und dafür auf die Speicher zurückgreift.

Ein Magnesiummangel ist selten ein einzelnes Symptom, sondern meist ein Muster, das sich über Wochen zeigt.

Was Magnesium im weiblichen Körper macht

Magnesium ist an über 300 enzymatischen Reaktionen beteiligt und damit einer der wichtigsten Mineralstoffe überhaupt. Es spielt eine zentrale Rolle bei der Energiegewinnung in den Zellen, der Muskel- und Nervenfunktion, der Knochengesundheit und der Regulation des Nervensystems. Diese grundlegenden Funktionen sind wissenschaftlich gut belegt (de Baaij et al., 2015). Wenn der Magnesiumstatus sinkt, können viele dieser Prozesse weniger rund laufen, was erklärt, warum die möglichen Beschwerden so vielfältig sind.

Für Frauen ist ein Aspekt besonders relevant: Östrogen beeinflusst, wie der Körper Magnesium aufnimmt, verteilt und ausscheidet. Über den Zyklus hinweg verschiebt sich der Magnesiumhaushalt deshalb leicht, und in Phasen mit starken hormonellen Veränderungen, etwa in der zweiten Zyklushälfte oder in den Wechseljahren, kann sich das stärker bemerkbar machen (Übersichtsarbeit, 2025). Magnesium wirkt dabei als Cofaktor im Hintergrund, also als Baustein, den viele hormonell mitgesteuerte Prozesse überhaupt erst brauchen, um zu funktionieren.

Magnesium gleicht keine Hormone aus und ersetzt keine hormonelle Therapie. Es arbeitet als Baustein im Hintergrund.

Nicht jede Frau hat dasselbe Risiko für einen niedrigen Magnesiumstatus. Bestimmte Lebensumstände erhöhen den Bedarf oder verringern die Aufnahme spürbar.

Risikofaktoren
Was den Magnesiumspiegel senken kann
  • Eine einseitige Ernährung mit vielen stark verarbeiteten Lebensmitteln
  • Anhaltender Stress und hohe Dauerbelastung
  • Viel Sport mit starkem Schwitzen
  • Magen-Darm-Erkrankungen, die die Aufnahme beeinträchtigen
  • Bestimmte Medikamente wie Säureblocker oder entwässernde Mittel

Auch die hormonelle Verhütung wird in diesem Zusammenhang diskutiert: Einzelne ältere Untersuchungen deuten auf niedrigere Magnesiumwerte unter der Pille hin, eindeutig belegt ist dieser Zusammenhang bisher aber nicht.

Wusstest du
Untersuchungen deuten darauf hin, dass ein niedriger Magnesiumstatus bei Frauen mit hormonbezogenen Beschwerden verbreitet ist. Je nach gewähltem Grenzwert und Gruppe lagen die Anteile in einer Auswertung zwischen rund 21 und 55 Prozent, mit besonders niedrigen Werten rund um die Wechseljahre (Auswertung, 2021). Solche Zahlen zeigen ein Muster, ersetzen aber keine individuelle Messung.
Das Wichtigste zur Evidenz
Wie gut ist Magnesium bei welchem Thema belegt?
  • Am besten belegt ist Magnesium zur Vorbeugung von Migräne, einschließlich zyklusabhängiger Migräne
  • Bei PMS gibt es vielversprechende, aber noch begrenzte Hinweise, besonders in Kombination mit Vitamin B6
  • Bei Schlaf und Stimmung sind die beobachteten Effekte eher klein und am ehesten bei vorbestehendem Mangel spürbar
  • Magnesium ist eine unterstützende Grundlage, kein Ersatz für eine ärztliche Behandlung
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Magnesium und der weibliche Zyklus

Viele Frauen bemerken ihre Beschwerden besonders in der zweiten Zyklushälfte, also nach dem Eisprung und vor der Periode. Für prämenstruelle Beschwerden (PMS) gibt es erste Hinweise, dass Magnesium unterstützen kann, vor allem in Kombination mit Vitamin B6. Eine kontrollierte Studie beobachtete unter Magnesium eine Linderung von Symptomen wie Wassereinlagerungen und Stimmungsschwankungen (Walker et al., 1998). Eine Übersichtsarbeit zur gynäkologischen Praxis ordnet Magnesium als sinnvolle Option bei PMS ein, betont aber die insgesamt begrenzte Studienlage (Parazzini et al., 2017). Die Evidenz ist hier also vielversprechend, aber noch vorläufig.

Auch bei Regelschmerzen wird Magnesium immer wieder besprochen, weil es zur normalen Muskelfunktion beiträgt und an der Entspannung der glatten Muskulatur beteiligt ist, also genau jener Muskulatur, die sich während der Menstruation zusammenzieht. Die Datenlage dazu stützt sich bisher auf einzelne kleinere Untersuchungen und ist dünn (Parazzini et al., 2017). Magnesium ist hier einen Versuch wert, gilt aber nicht als gesichertes Mittel gegen Menstruationsschmerzen.

Manche Frauen berichten zudem von Heißhunger, besonders auf Schokolade, in den Tagen vor der Periode. Da Schokolade vergleichsweise magnesiumreich ist, wird immer wieder vermutet, der Körper signalisiere damit einen erhöhten Bedarf. Ein eindeutiger wissenschaftlicher Beleg für diesen konkreten Zusammenhang fehlt jedoch, auch wenn die Beobachtung nachvollziehbar klingt.

Menstruelle Migräne: Hier ist die Evidenz am stärksten

Am besten belegt ist der Zusammenhang zwischen Magnesium und Migräne. Mehrere Fachgesellschaften führen Magnesium als Option zur Vorbeugung von Migräne auf. Eine Metaanalyse von zehn randomisierten Studien kam zu dem Ergebnis, dass Magnesium die Häufigkeit von Migräneattacken senken kann (Chiu et al., 2016). Bei der menstruellen Migräne, die zyklusabhängig rund um die Periode auftritt, wurde in Studien gezielt eine vorbeugende Gabe über die zweite Zyklushälfte untersucht (Facchinetti et al., 1991; Peikert et al., 1996).

Ein wichtiger Hinweis dazu: In diesen Studien kamen über mehrere Wochen vergleichsweise hohe, ärztlich begleitete Magnesiumdosen zum Einsatz, die deutlich über der allgemeinen Obergrenze für frei verkäufliche Nahrungsergänzung liegen. Das ist ein zentraler Grund, eine solche Anwendung nicht in Eigenregie zu starten, sondern ärztlich abzustimmen. Wenn du unter zyklusabhängiger Migräne leidest, lohnt es sich, das Thema gezielt anzusprechen.

Magnesium, Schlaf und innere Ruhe

Schlechter Schlaf und innere Unruhe gehören zu den häufigsten Gründen, warum Frauen zu Magnesium greifen. Eine neuere randomisierte Studie aus dem Jahr 2025 untersuchte Magnesiumbisglycinat bei Erwachsenen mit Schlafproblemen und beobachtete eine messbare Verbesserung der Schlafqualität. Der Effekt fiel insgesamt klein aus und war bei Personen mit niedriger Magnesiumzufuhr deutlicher. Eine Übersichtsarbeit kam zu dem Schluss, dass Magnesium die Einschlafzeit leicht verkürzen kann, bewertete die Sicherheit dieser Evidenz aber als niedrig (Mah und Pitre, 2021).

Ein plausibler Grund für diese Beobachtungen liegt in der Rolle von Magnesium für das Nervensystem. Magnesium ist an Prozessen beteiligt, die das Nervensystem beruhigen, und beeinflusst Botenstoffe, die mit Entspannung und Schlaf in Verbindung stehen. Das erklärt, warum viele Frauen Magnesium bevorzugt am Abend einnehmen. Belegt ist allerdings vor allem ein kleiner, unterstützender Effekt, kein Ersatz für ein Schlafmittel und keine Lösung bei ernsthaften Schlafstörungen.

Magnesium, Stimmung und Stress

Weil Magnesium an der Regulation des Nervensystems mitwirkt, wird auch ein Zusammenhang mit Stimmung und Stress untersucht. Eine Metaanalyse aus dem Jahr 2023 fand einen Hinweis auf einen positiven Effekt auf depressive Symptome, am deutlichsten bei Personen mit einem nachgewiesenen Mangel. Für Angstsymptome ist die Studienlage schwächer und uneinheitlich (Boyle et al., 2017). Daraus lässt sich keine Behandlung ableiten: Magnesium ersetzt keine Therapie von Depression oder Angststörungen, kann den Körper in stressreichen Phasen aber unterstützen.

Gerade in belastenden Lebensphasen steigt außerdem der Magnesiumbedarf, während gleichzeitig oft unregelmäßiger und einseitiger gegessen wird. So kann ein Kreislauf entstehen, in dem Stress und ein niedriger Magnesiumstatus sich gegenseitig verstärken.

Wenn du unsicher bist, ob deine Beschwerden mit einem Magnesiummangel zusammenhängen oder eine andere Ursache haben, kann ein ärztliches Gespräch Klarheit schaffen. In einem kostenlosen Erstgespräch ordnen unsere Ärztinnen deine Beschwerden ein und besprechen mit dir, ob und welche weiteren Schritte sinnvoll sind.

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Welches Magnesium ist das richtige?

Im Regal findest du Magnesium in vielen Verbindungen, und sie unterscheiden sich vor allem in der Verträglichkeit und darin, wie gut der Körper sie aufnehmen kann. Als Faustregel gelten organische Magnesiumverbindungen, also Magnesium gebunden an eine organische Säure, tendenziell als besser verfügbar als rein anorganische Formen wie Magnesiumoxid (Schuchardt und Hahn, 2017). Entscheidend ist am Ende aber, dass du eine Form findest, die du gut verträgst und regelmäßig einnehmen kannst.

Die gängigsten Formen im Überblick:

  • Magnesiumbisglycinat: an die Aminosäure Glycin gebunden, meist gut magenverträglich und beliebt für die Einnahme am Abend.
  • Magnesiumcitrat: gut verfügbar und weit verbreitet, kann in höherer Dosierung leicht abführend wirken.
  • Magnesiummalat: an Apfelsäure gebunden, wird oft bei Müdigkeit und Erschöpfung gewählt.
  • Magnesiumoxid: preiswert und mit hohem Magnesiumanteil, wird aber schlechter aufgenommen und eher bei Verstopfung eingesetzt.

Viele Produkte kombinieren mehrere Formen, um Verträglichkeit und Verfügbarkeit auszubalancieren. Wichtiger als die einzelne Form ist meist die Regelmäßigkeit: Magnesium wirkt nicht akut wie eine Tablette gegen Kopfschmerzen, sondern entfaltet seinen Nutzen über die kontinuierliche Versorgung.

Wie viel Magnesium am Tag?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung gibt für Frauen ab 25 Jahren einen Richtwert von rund 300 Milligramm Magnesium pro Tag an, bezogen auf die gesamte Zufuhr aus Ernährung und Nahrungsergänzung zusammen. Für zusätzlich zugeführtes Magnesium aus Supplementen nennt die europäische Behörde EFSA eine Obergrenze von 250 Milligramm pro Tag, idealerweise auf mehrere kleinere Einzeldosen über den Tag verteilt. Diese Mengen gelten für gesunde Erwachsene außerhalb spezieller ärztlicher Anwendungen.

In der Praxis heißt das: mehr ist nicht automatisch besser. Höhere Mengen, vor allem auf einmal eingenommen, führen am ehesten zu weichem Stuhl oder Durchfall, weil nicht aufgenommenes Magnesium Wasser im Darm bindet. Es ist deshalb sinnvoll, niedrig zu starten, die Dosis über den Tag aufzuteilen und Magnesium am besten zu einer Mahlzeit einzunehmen. Wer Medikamente nimmt oder Vorerkrankungen hat, bespricht die Einnahme am besten ärztlich.

Magnesium über die Ernährung aufnehmen

Die Grundlage einer guten Magnesiumversorgung ist immer die Ernährung. Besonders magnesiumreich sind pflanzliche Lebensmittel mit hohem Anteil an Vollkorn, Kernen, Nüssen und Hülsenfrüchten. Gute Quellen im Alltag sind zum Beispiel:

  • Kürbiskerne und Sonnenblumenkerne: zählen zu den reichsten Quellen, eine Handvoll liefert bereits einen spürbaren Beitrag.
  • Haferflocken und Vollkornprodukte: liefern Magnesium plus Ballaststoffe, anders als stark verarbeitete Weißmehlprodukte.
  • Hülsenfrüchte: Linsen, Kichererbsen und Bohnen sind solide pflanzliche Lieferanten.
  • Nüsse, besonders Mandeln und Cashews: eignen sich gut als magnesiumreicher Snack.
  • Dunkle Schokolade mit hohem Kakaoanteil: in Maßen eine genussvolle Quelle.
  • Grünes Blattgemüse wie Spinat und Mangold: liefert Magnesium zusammen mit weiteren Mikronährstoffen.

Stark verarbeitete und raffinierte Lebensmittel verlieren bei der Verarbeitung dagegen einen großen Teil ihres Magnesiums. Eine überwiegend frische, pflanzenbetonte Ernährung deckt den Bedarf bei vielen Frauen bereits gut ab. Eine Nahrungsergänzung kann sinnvoll sein, wenn die Zufuhr über das Essen schwankt, der Bedarf erhöht ist oder Beschwerden bestehen, die ärztlich abgeklärt wurden.

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Wann ein Bluttest und ärztlicher Rat sinnvoll sind

Ein verbreitetes Missverständnis betrifft die Magnesiummessung. Nur etwa ein Prozent des Magnesiums im Körper befindet sich im Blut, der weitaus größte Teil steckt in Knochen und Zellen. Ein normaler Magnesiumwert im Standard-Bluttest schließt einen Mangel im Gewebe deshalb nicht sicher aus. Eine einzelne Blutmessung sollte daher immer im Zusammenhang mit deinen Beschwerden bewertet werden, nicht isoliert.

Ärztlichen Rat solltest du besonders in diesen Situationen suchen:

  • wenn Beschwerden wie Müdigkeit, Krämpfe oder Schlafprobleme länger anhalten oder dich im Alltag stark einschränken
  • wenn du schwanger bist, stillst oder eine Schwangerschaft planst
  • wenn du regelmäßig Medikamente einnimmst oder eine Magen-Darm-Erkrankung hast, die die Aufnahme beeinflusst
  • bei ausgeprägten Symptomen wie Herzrhythmusstörungen, starkem Muskelzittern oder Taubheitsgefühlen

In solchen Fällen kann eine Ärztin gezielt abklären, ob ein Mangel vorliegt, welche Ursache dahintersteckt und welche Form der Unterstützung für dich passt. Hier kannst Du dir ein kostenloses Videogespräch mit einer der Hormonic Ärzte buchen, um all Deine Fragen zu stellen.

Fazit

Ein Magnesiummangel zeigt sich bei Frauen selten eindeutig, sondern als Muster aus Müdigkeit, innerer Unruhe, Schlafproblemen, Muskelkrämpfen und verstärkten Zyklusbeschwerden. Weil Magnesium als Cofaktor in über 300 Prozessen mitwirkt und sein Haushalt über den Zyklus schwankt, ist es bei hormonbezogenen Beschwerden ein Faktor, der sich zu prüfen lohnt. Wichtig bleibt die ehrliche Einordnung: Am besten belegt ist Magnesium bei Migräne, bei PMS sind die Hinweise vielversprechend, aber begrenzt, und bei Schlaf und Stimmung sind die Effekte eher klein und am ehesten bei vorbestehendem Mangel spürbar.

Die Basis ist und bleibt eine magnesiumreiche Ernährung mit Vollkorn, Kernen, Nüssen und Hülsenfrüchten. Eine gut verträgliche Nahrungsergänzung kann die Versorgung sinnvoll ergänzen, am besten niedrig dosiert, über den Tag verteilt und regelmäßig. Magnesium gleicht keine Hormone aus und ersetzt keine ärztliche Behandlung. Wenn deine Beschwerden anhalten oder dich stark belasten, ist der verlässlichste Schritt, sie ärztlich einordnen zu lassen, statt dauerhaft auf Verdacht zu supplementieren.

Häufige Fragen zu Magnesiummangel bei Frauen

Welche Symptome deuten bei Frauen auf einen Magnesiummangel hin?

Typisch ist ein Muster aus mehreren Beschwerden statt eines einzelnen Symptoms: anhaltende Müdigkeit, Reizbarkeit und innere Unruhe, Einschlaf- und Durchschlafprobleme, Wadenkrämpfe oder Muskelzucken sowie verstärkte PMS-Beschwerden und Regelschmerzen vor der Periode. Keines dieser Anzeichen beweist für sich einen Mangel, da sie viele Ursachen haben können. Auffällig wird es, wenn mehrere gemeinsam und über längere Zeit auftreten.

Welches Magnesium ist für Frauen am besten?

Pauschal gibt es kein bestes Magnesium für alle. Organische Verbindungen wie Magnesiumbisglycinat, citrat oder malat gelten tendenziell als gut verträglich und gut verfügbar, während Magnesiumoxid schlechter aufgenommen wird und eher abführend wirkt. Bisglycinat ist wegen seiner Magenverträglichkeit für die Abendeinnahme beliebt. Wichtiger als die einzelne Form ist, dass du sie gut verträgst und regelmäßig einnimmst.

Hilft Magnesium bei PMS und Regelschmerzen?
Es gibt erste Hinweise, dass Magnesium PMS-Beschwerden lindern kann, vor allem in Kombination mit Vitamin B6, die Studienlage ist aber begrenzt. Bei Regelschmerzen ist die Evidenz noch dünner und stützt sich auf einzelne kleinere Untersuchungen. Magnesium ist hier also einen Versuch wert, gilt aber nicht als gesichertes Mittel. Halten starke Schmerzen an, sollten sie ärztlich abgeklärt werden.
Wie viel Magnesium sollte eine Frau am Tag nehmen?
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung nennt für Frauen ab 25 Jahren einen Richtwert von rund 300 Milligramm pro Tag aus Ernährung und Nahrungsergänzung zusammen. Für zusätzlich zugeführtes Magnesium aus Supplementen gilt eine Obergrenze von 250 Milligramm pro Tag, am besten über mehrere kleinere Dosen verteilt und zu einer Mahlzeit. Mehr ist nicht besser: Höhere Mengen auf einmal führen am ehesten zu weichem Stuhl.

Wissenschaftliche Quellen

  • de Baaij JHF, Hoenderop JGJ, Bindels RJM (2015). Magnesium in man: implications for health and disease. Physiological Reviews, 95(1), 1-46. doi:10.1152/physrev.00012.2014
  • EFSA Panel on Dietetic Products, Nutrition and Allergies (2015). Dietary Reference Values for magnesium. EFSA Journal, 13(7), 4186. doi:10.2903/j.efsa.2015.4186
  • Hypomagnesemia and its association with hormone-related conditions in women (2021). BMC Pregnancy and Childbirth, 21, 80. doi:10.1186/s12884-021-03558-2
  • Sex differences in magnesium status and requirements (2025). Nutrients, 17(13), 2226. doi:10.3390/nu17132226
  • Chiu HY, Yeh TH, Huang YC, Chen PY (2016). Effects of intravenous and oral magnesium on reducing migraine: a meta-analysis of randomized controlled trials. Pain Physician, 19(1), E97-E112. PMID:26752497
  • Facchinetti F, Sances G, Borella P, Genazzani AR, Nappi G (1991). Magnesium prophylaxis of menstrual migraine. Headache, 31(5), 298-301. PMID:1860787
  • Peikert A, Wilimzig C, Köhne-Volland R (1996). Prophylaxis of migraine with oral magnesium: a randomized double-blind placebo-controlled study. Cephalalgia, 16(4), 257-263. doi:10.1046/j.1468-2982.1996.1604257.x
  • Walker AF, De Souza MC, Vickers MF, Abeyasekera S, Collins ML, Trinca LA (1998). Magnesium supplementation alleviates premenstrual symptoms of fluid retention. Journal of Women's Health, 7(9), 1157-1165. PMID:9861593
  • Parazzini F, Di Martino M, Pellegrino P (2017). Magnesium in the gynecological practice: a literature review. Magnesium Research, 30(1), 1-7. PMID:28392498
  • Schuchardt JP, Hahn A (2017). Intestinal absorption and factors influencing bioavailability of magnesium: an update. Current Nutrition and Food Science, 13(4), 260-278. doi:10.2174/1573401313666170427162740
  • Mah J, Pitre T (2021). Oral magnesium supplementation for insomnia in older adults: a systematic review and meta-analysis. BMC Complementary Medicine and Therapies, 21, 125. doi:10.1186/s12906-021-03297-z
  • Magnesium supplementation and depressive symptoms: a meta-analysis of randomized controlled trials (2023). Frontiers in Psychiatry, 14, 1333261. doi:10.3389/fpsyt.2023.1333261
  • Boyle NB, Lawton C, Dye L (2017). The effects of magnesium supplementation on subjective anxiety and stress: a systematic review. Nutrients, 9(5), 429. doi:10.3390/nu9050429
  • Magnesium bisglycinate and sleep quality: a randomized controlled trial (2025). Nature and Science of Sleep, 17, 1-12. doi:10.2147/NSS.S524348

About the Author

Amelie Weiss

Amelie Weiss

Research Fellow, PhD · Hormonic

Amelie Weiss ist Research Fellow bei Hormonic und beschäftigt sich mit wissenschaftlicher Recherche rund um hormonelle Gesundheit, Mikronährstoffe und evidenzbasierte Frauengesundheit.

Hinweis: Dieser Artikel basiert auf aktuellen Leitlinien und wissenschaftlichen Arbeiten (Stand 2026). Er dient ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.

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