Cart

Your cart is empty

Continue shopping

Trending searches

Featured products

Hormonic Base Nahrungsergänzung mit 16 Mikronährstoffen
Sale price€65,00
(5.0)
Hormonic Midlife Formula für die Perimenopause
Sale price€75,00
(5.0)
Schwangere Frau in Küche, Pflanzen und Lebensmittel im Hintergrund auf Küchenablage
FruchtbarkeitJul 24, 20267 min read

Nährstoffe in der Schwangerschaft: Was Du wirklich brauchst

In meinen Sprechstunden sehe ich oft dieselbe Verunsicherung: Kaum ist der Schwangerschaftstest positiv, prasseln aus jeder Richtung Ge- und Verbote ein, und viele Frauen haben plötzlich Angst, etwas falsch zu machen. Dabei ist die Sache bei den Nährstoffen erstaunlich überschaubar.

Es sind nur eine Handvoll Nährstoffe, auf die es in der Schwangerschaft wirklich ankommt. Wenn Du die kennst, kannst Du den Rest entspannt angehen, ohne Panik und ohne Dich durch ein Regal voller Präparate zu kämpfen.

Welche Nährstoffe brauchst Du in der Schwangerschaft?

In der Schwangerschaft steigt der Bedarf an einigen Nährstoffen deutlich, doch nur wenige müssen wirklich als Präparat ergänzt werden. Das deutsche Netzwerk Gesund ins Leben empfiehlt gezielt Folsäure und Jod als Supplement, ausreichend DHA über fetten Seefisch oder ein Präparat sowie Eisen nur dann, wenn ein Mangel nachgewiesen ist (Koletzko et al., 2018). Alles Weitere trägt eine ausgewogene Ernährung.

Nährstoff Empfehlung (Orientierung)
Folsäure 400 µg pro Tag als Supplement, ab Kinderwunsch bis Ende des ersten Drittels.
Jod Zusätzlich als Supplement, plus jodiertes Salz und Seefisch.
DHA (Omega-3) Mindestens 200 mg pro Tag, über fetten Seefisch oder ein Präparat.
Eisen Nur bei nachgewiesenem Mangel, nicht vorsorglich.
Vitamin D Bei wenig Sonnenlicht sinnvoll, am besten ärztlich abgeklärt.

Die Schlüssel-Nährstoffe im Detail

Folsäure. Folsäure ist der wichtigste Nährstoff rund um die Schwangerschaft. Eine ausreichende Versorgung senkt nachweislich das Risiko für Neuralrohrdefekte beim Baby (De-Regil et al., 2015). Empfohlen werden 400 µg pro Tag als Supplement, idealerweise schon vier Wochen vor der Schwangerschaft und mindestens bis zum Ende des ersten Drittels, ergänzt durch folatreiche Lebensmittel wie grünes Blattgemüse und Hülsenfrüchte.

Jod. Jod ist entscheidend für die Schilddrüse von Mutter und Kind und damit für die kindliche Gehirnentwicklung. Da die Versorgung in Deutschland oft grenzwertig ist, empfehlen Fachgesellschaften ein Jod-Supplement, kombiniert mit jodiertem Speisesalz und regelmäßigem Seefisch. Bei einer Schilddrüsenerkrankung sollte die Dosis ärztlich abgestimmt werden.

DHA und Omega-3. Die langkettige Omega-3-Fettsäure DHA unterstützt die Entwicklung von Gehirn und Augen des Babys. Empfohlen sind mindestens 200 mg DHA pro Tag. Wer ein- bis zweimal pro Woche fetten Seefisch isst, erreicht das meist über die Ernährung, sonst ist ein DHA-Präparat sinnvoll (Middleton et al., 2018).

Eisen. Der Eisenbedarf steigt in der Schwangerschaft, doch eine pauschale Einnahme wird nicht empfohlen. Eisen sollte nur ergänzt werden, wenn ein Mangel über die Blutwerte, etwa das Ferritin, festgestellt wurde, da eine unnötige Einnahme auch Nebenwirkungen haben kann.

Vitamin D und B12. Vitamin D ist vor allem im Winter oder bei wenig Sonnenlicht ein Thema und lässt sich gut über einen Bluttest einordnen. Vitamin B12 ist besonders für Frauen relevant, die sich vegetarisch oder vegan ernähren, da es fast ausschließlich in tierischen Lebensmitteln vorkommt.

Der Pregnancy Kompass: ruhig und fundiert durch die Schwangerschaft

Statt Verbots-Panik: Der Pregnancy E-Guide gibt Dir einen fundierten, ruhigen Überblick über Ernährung, Nährstoffe und Wohlbefinden in der Schwangerschaft, wissenschaftlich erklärt und praxisnah aufbereitet.

€29,00

Guide entdecken

Was Du in der Schwangerschaft besser meidest

Genauso wichtig wie das Ergänzen ist das Weglassen. Ein paar Dinge können dem Baby schaden und lassen sich leicht vermeiden.

  • Hohe Vitamin-A-Dosen: Sehr viel Retinol, etwa aus Leber oder hochdosierten Präparaten, kann in der Schwangerschaft schädlich sein. Auf ein reines Schwangerschaftspräparat mit passender Dosierung achten.
  • Alkohol und Rauchen: Hier gibt es keine sichere Menge. Am besten von Anfang an ganz darauf verzichten.
  • Rohe tierische Lebensmittel: Rohes oder nicht durchgegartes Fleisch, roher Fisch und Rohmilchkäse können Erreger wie Listerien oder Toxoplasmose übertragen und sollten gemieden werden.
  • Zu viel Koffein: Kaffee ist nicht verboten, aber die Menge sollte moderat bleiben, in der Regel bis etwa zwei bis drei Tassen pro Tag.

Ernährung als Basis, Präparate als Ergänzung

So wichtig die einzelnen Nährstoffe sind, das Fundament bleibt eine bunte, ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Vollkorn, guten Eiweißquellen und gesunden Fetten. Präparate füllen gezielt die Lücken, die sich über das Essen allein schwer schließen lassen, sie ersetzen die Ernährung aber nicht.

Wenn Du einen ruhigen, fundierten Begleiter für diese Zeit suchst, findest Du im Pregnancy Kompass alles Wichtige zu Ernährung, Nährstoffen und Wohlbefinden in der Schwangerschaft an einem Ort, wissenschaftlich erklärt und ohne Verbots-Panik.

Wenn Du gerade erst mit dem Kinderwunsch startest, lohnt sich vorab unser Beitrag zu Nährstoffen bei Kinderwunsch, und wie Vitamin D den Zyklus beeinflusst, liest Du in unserem Beitrag zu Vitamin D und Progesteron.

Und wenn Du Deine persönliche Situation besprechen möchtest, kannst Du das in einem kostenlosen Erstgespräch mit einer unserer Ärztinnen tun. Wichtig: Konkrete Dosierungen und Präparate stimmst Du bitte immer mit Deiner Frauenärztin oder Deinem Frauenarzt ab.

Fragen zu Deiner Schwangerschaft?

In einem kostenlosen, 15-minütigen Kennenlerngespräch kannst Du Deine Fragen rund um Ernährung und Nährstoffe in der Schwangerschaft mit einer unserer Ärztinnen besprechen, ganz unverbindlich.

Videogespräch buchen

Fazit

Nährstoffe in der Schwangerschaft müssen kein Stressthema sein. Wirklich wichtig sind vor allem Folsäure und Jod als Supplement, genug DHA über Seefisch oder ein Präparat und Eisen nur bei nachgewiesenem Mangel. Der Rest kommt aus einer ausgewogenen Ernährung. Kombiniert mit dem bewussten Weglassen von Alkohol, hohen Vitamin-A-Dosen und rohen tierischen Lebensmitteln hast Du die wichtigsten Hebel schon in der Hand. Die genaue Auswahl und Dosierung besprichst Du am besten mit Deiner Frauenärztin oder Deinem Frauenarzt.

Häufige Fragen zu Nährstoffen in der Schwangerschaft

Welche Nährstoffe sind in der Schwangerschaft am wichtigsten?

Am wichtigsten sind Folsäure und Jod, die als Supplement empfohlen werden, sowie ausreichend DHA über fetten Seefisch oder ein Präparat. Eisen wird nur bei nachgewiesenem Mangel ergänzt. Vitamin D und, bei pflanzlicher Ernährung, Vitamin B12 sind je nach Situation zusätzlich relevant.

Welche Vitamine sollte ich in der Schwangerschaft supplementieren?

Fachgesellschaften empfehlen in erster Linie Folsäure und Jod als Supplement, dazu bei Bedarf DHA, Vitamin D und Vitamin B12. Ein teures Rundum-Präparat ist selten nötig. Welche Präparate und Dosierungen für Dich passen, klärst Du am besten mit Deiner Frauenärztin oder Deinem Frauenarzt.

Wie viel Folsäure braucht man in der Schwangerschaft?
Empfohlen werden 400 µg Folsäure pro Tag als Supplement, idealerweise schon etwa vier Wochen vor der Schwangerschaft und mindestens bis zum Ende des ersten Drittels. Zusätzlich helfen folatreiche Lebensmittel wie grünes Blattgemüse und Hülsenfrüchte.
Was sollte man in der Schwangerschaft nicht essen?
Gemieden werden sollten Alkohol, rohes oder nicht durchgegartes Fleisch, roher Fisch und Rohmilchkäse wegen möglicher Erreger wie Listerien oder Toxoplasmose sowie sehr hohe Vitamin-A-Mengen, etwa aus Leber. Koffein ist in moderaten Mengen von etwa zwei bis drei Tassen Kaffee pro Tag in Ordnung.

Wissenschaftliche Quellen

  • Koletzko, B. et al. (2018). Ernährung und Lebensstil vor und während der Schwangerschaft: Handlungsempfehlungen des Netzwerks Gesund ins Leben. Geburtshilfe und Frauenheilkunde, 78(12), 1262-1282. doi:10.1055/a-0713-1058
  • De-Regil, L. M. et al. (2015). Effects and safety of periconceptional oral folate supplementation for preventing birth defects. Cochrane Database of Systematic Reviews, (12), CD007950. doi:10.1002/14651858.CD007950.pub3
  • Middleton, P. et al. (2018). Omega-3 fatty acid addition during pregnancy. Cochrane Database of Systematic Reviews, (11), CD003402. doi:10.1002/14651858.CD003402.pub3
  • World Health Organization (2016). WHO recommendations on antenatal care for a positive pregnancy experience. Geneva: WHO.
  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr: Schwangerschaft und Stillzeit.

About the Author

Lisa Maria Emmer

Lisa Maria Emmer

Gründerin · Ärztin · Hormonic

Lisa Maria Emmer ist Mitgründerin und medizinische Leiterin bei Hormonic. Sie begleitet Frauen mit hormonellen Beschwerden tagtäglich und hat sich auf Zyklusgesundheit, PCOS und die Wechseljahre spezialisiert.

Hinweis: Dieser Artikel basiert auf aktuellen Leitlinien und wissenschaftlichen Arbeiten (Stand 2026). Er dient ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. In der Schwangerschaft solltest Du die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln immer mit Deiner Ärztin oder Deinem Arzt abstimmen.

Share

You might also be interested in this.

Kinderwunsch? Diese Nährstoffe machen laut Studien den Unterschied
FruchtbarkeitOct 21, 20249 min read
Fertility Boost: How Nutrition and Supplements Can Improve the Chances of Getting Pregnant

Which nutrients really help with fertility? We provide an evidence-based classification of folic acid, CoQ10, myo-inositol, omega-3, and diet, for women and men.

Frau mit Sonnenlicht im Gesicht
MikronährstoffeJun 20, 20268 min read
Vitamin D and Progesterone: What Research Shows About the Cycle

Does Vitamin D influence your progesterone and your cycle? What studies on ovulation, AMH, and fertility really show, an honest assessment.

Frau bereitet eine nährstoffreiche Mahlzeit mit Eiern zu, Symbolbild für Fruchtbarkeit und Ernährung bei PCOS
FruchtbarkeitOct 18, 20258 min read
Improving Fertility with PCOS: What Really Helps

PCOS and a desire to have children? Learn which levers really improve your fertility with PCOS, according to science: lifestyle, nutrients, and medical support.