Mir ist beim Blick in gängige Zyklus-Apps etwas aufgefallen: Alles dreht sich um den Eisprung. Fruchtbare Tage, Eisprung-Symptome, der perfekte Zeitpunkt. Und dann kommen da noch diese zwei stillen Wochen danach, über die kaum jemand spricht, obwohl sie die Hälfte Deines Zyklus ausmachen und über Schlaf, Stimmung und Haut oft mehr entscheiden als jede andere Phase.
Diese zwei Wochen sind die Lutealphase. Wer sie versteht, versteht plötzlich sehr viel: warum Du eine Woche vor der Periode anders schläfst, warum der Heißhunger kommt, warum die Stimmung kippen kann und was dahintersteckt, wenn die zweite Zyklushälfte zu kurz ist. Genau darum geht es hier.
Was ist die Lutealphase?
Die Lutealphase ist der Abschnitt Deines Zyklus zwischen Eisprung und nächster Periode, also die komplette zweite Zyklushälfte. Ihr Name kommt vom Corpus luteum, dem Gelbkörper: Das ist das umgebaute Eibläschen, das nach dem Eisprung zurückbleibt und zur kleinen, temporären Hormondrüse wird.
So ordnet sich die Lutealphase in Deinen Zyklus ein:
| Phase | Zyklustag (ca.) | Leithormon | Was passiert |
|---|---|---|---|
| Menstruation | Tag 1 bis 5 | Alle niedrig | Blutung, Energie-Tiefpunkt |
| Follikelphase | Tag 1 bis ca. 13 | Östrogen steigt | Eibläschen reift, Energie steigt |
| Eisprung | ca. Tag 14 | LH-Gipfel | Eizelle springt, fruchtbarste Zeit |
| Lutealphase | ca. Tag 15 bis 28 | Progesteron hoch | Gelbkörper arbeitet, Körper bereitet sich vor |
Die Tagesangaben sind Richtwerte für einen 28-Tage-Zyklus. Dein Zyklus darf davon abweichen: Alles zwischen 21 und 35 Tagen gilt als normal, und die Schwankung passiert fast immer in der ersten Zyklushälfte. Den kompletten Überblick über alle vier Phasen findest Du in unserem Guide zum Menstruationszyklus.
Wie lange dauert die Lutealphase?
Die Lutealphase dauert typischerweise 10 bis 16 Tage, bei den meisten Frauen 12 bis 14. Sie beginnt am Tag nach dem Eisprung und endet mit dem ersten Tag der nächsten Blutung. Anders als die erste Zyklushälfte ist sie bemerkenswert stabil: Ihre Länge wird von der Lebensdauer des Gelbkörpers bestimmt, und der arbeitet nach einem ziemlich festen Programm von rund zwei Wochen.
Spannend wird es an den Rändern: Eine Lutealphase, die wiederholt kürzer als 10 Tage ist, kann darauf hindeuten, dass der Gelbkörper nicht genug Progesteron bildet oder zu früh aufgibt. Was das bedeutet und wann es relevant wird, schauen wir uns weiter unten genauer an.
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Ohne guten Eisprung kein starker Gelbkörper. und ohne Gelbkörper kein Progesteron. Genau dort setzt Cycle+ an: Myo- und D-Chiro-Inositol sind in Meta-Analysen für die Unterstützung von Eisprung und Zyklusregulation bei PCOS untersucht, Zink trägt zur Fruchtbarkeit und Reproduktion bei, dazu kommen Rhodiola und L-Theanin aus der Stressforschung. 8 Wirkstoffe, ärztlich entwickelt.
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Häufige Fragen zur Lutealphase
Wie fühlt man sich in der Lutealphase?
Wie lange dauert die Lutealphase?
Kann man in der Lutealphase schwanger werden?
Was sollte man in der Lutealphase machen?
Wissenschaftliche Quellen
- Practice Committee of the American Society for Reproductive Medicine (2021). Diagnosis and treatment of luteal phase deficiency: a committee opinion. Fertility and Sterility. doi:10.1016/j.fertnstert.2021.02.010
- Hantsoo L, Epperson CN (2020). Allopregnanolone in premenstrual dysphoric disorder (PMDD): Evidence for dysregulated sensitivity to GABA-A receptor modulating neuroactive steroids across the menstrual cycle. Neurobiology of Stress. doi:10.1016/j.ynstr.2020.100213
- Pundir J et al. (2018). Inositol treatment of anovulation in women with polycystic ovary syndrome: a meta-analysis of randomised trials. BJOG: An International Journal of Obstetrics and Gynaecology. doi:10.1111/1471-0528.14754
- Wyatt KM et al. (1999). Efficacy of vitamin B-6 in the treatment of premenstrual syndrome: systematic review. BMJ. doi:10.1136/bmj.318.7195.1375
- Parazzini F et al. (2017). Magnesium in the gynecological practice: a literature review. Magnesium Research. PMID: 28392498
- Reed BG, Carr BR (2018). The Normal Menstrual Cycle and the Control of Ovulation. In: Endotext, NCBI Bookshelf.
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