In meiner Sprechstunde sitzt mir oft eine Frau gegenüber, die seit Jahren mit unregelmäßigen Zyklen, Hautproblemen und dem leisen Gefühl lebt, dass irgendetwas nicht stimmt. Eine von ihnen, nennen wir sie Mara, hatte vor ihrem ersten klaren Befund drei Ärztinnen gesehen und immer wieder nur die Pille verschrieben bekommen, ohne dass jemand ihre Werte im Zusammenhang gelesen hätte. Als wir ihre PCOS Diagnose endlich strukturiert angingen, stellte sie mir die Frage, die mir fast alle stellen: Wie wird PCOS eigentlich festgestellt, und warum hat das so lange gedauert?
Die kurze Antwort: PCOS wird nicht über einen einzigen Wert bewiesen, sondern über die Rotterdam-Kriterien, also mindestens zwei von drei Merkmalen, kombiniert mit dem Ausschluss anderer Erkrankungen. Genau dieses Vorgehen schauen wir uns jetzt Schritt für Schritt an, damit Du gut vorbereitet in Deinen eigenen Termin gehst.
Wie wird PCOS diagnostiziert?
PCOS wird anhand der Rotterdam-Kriterien diagnostiziert: Mindestens zwei von drei Merkmalen müssen vorliegen, und andere Ursachen mit ähnlichen Symptomen müssen ausgeschlossen sein. Die drei Merkmale sind eine Zyklusstörung, ein Hyperandrogenismus und eine polyzystische Ovarmorphologie im Ultraschall oder, seit 2023, ein erhöhter AMH-Wert.
| Rotterdam-Kriterium | Was es bedeutet | Wie es festgestellt wird |
|---|---|---|
| Zyklusstörung (Oligo- oder Anovulation) | Seltene, unregelmäßige oder ausbleibende Eisprünge | Zyklusanamnese, ausbleibende oder unregelmäßige Blutungen |
| Hyperandrogenismus | Zu viele männliche Hormone, klinisch oder im Labor | Sichtbare Zeichen wie Akne oder Hirsutismus und/oder erhöhte Androgen-Blutwerte |
| Polyzystische Ovarien oder erhöhtes AMH | Viele kleine Follikel im Eierstock, seit 2023 alternativ ein hoher AMH-Wert | Transvaginaler Ultraschall (über 20 Follikel je Eierstock) oder AMH bei Erwachsenen |
Liegen bereits eine Zyklusstörung und ein Hyperandrogenismus vor, sind Ultraschall oder AMH für die Diagnose nicht mehr zwingend nötig. In den folgenden Abschnitten gehen wir jeden dieser Bausteine im Detail durch, von den Blutwerten über den Ultraschall bis zum Ausschluss anderer Ursachen.
Cycle+ Formula: Unterstützung bei Insulin und Androgenen
Bei PCOS hängen Insulin und Androgene eng zusammen, und genau hier setzt Cycle+ an. Die Formula kombiniert Myo- und D-Chiro-Inositol mit Zink: In Studien wurde beobachtet, dass Inositol die Insulinempfindlichkeit und die Wahrscheinlichkeit eines regelmäßigen Zyklus unterstützen kann (Greff et al., 2023), auch wenn die Gesamtevidenz noch begrenzt ist (Fitz et al., 2024). Zink trägt laut EFSA zu einer normalen Fruchtbarkeit und Reproduktion sowie zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress bei. Entwickelt als Ergänzung zu Deiner ärztlichen Abklärung, nicht als Ersatz.
Unsicher, ob hinter Deinen Symptomen PCOS steckt?
Du musst das nicht allein sortieren. In einem kostenlosen 15-minütigen Videogespräch kannst Du einer unserer Ärztinnen all Deine Fragen stellen, ganz unverbindlich. Bequem von zu Hause aus, ganz ohne lästige Wartezeiten.
Häufige Fragen zur PCOS Diagnose
Welche Blutwerte zeigen PCOS an?
Kann man PCOS im Ultraschall sehen?
Wie sicher ist die PCOS-Diagnose?
Kann PCOS trotz normaler Blutwerte vorliegen?
Wissenschaftliche Quellen
- Teede HJ et al. (2023). Recommendations from the 2023 International Evidence-based Guideline for the Assessment and Management of Polycystic Ovary Syndrome. J Clin Endocrinol Metab. 108(10):2447-2469. doi:10.1210/clinem/dgad463
- Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (2025). S2k-Leitlinie Diagnostik und Therapie des polyzystischen Ovarsyndroms (PCOS). AWMF-Register-Nr. 089-004.
- Gibson-Helm M et al. (2017). Delayed Diagnosis and a Lack of Information Associated With Dissatisfaction in Women With Polycystic Ovary Syndrome. J Clin Endocrinol Metab. 102(2):604-612. doi:10.1210/jc.2016-2963
- Greff D et al. (2023). Inositol is an effective and safe treatment in polycystic ovary syndrome: a systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials. Reprod Biol Endocrinol. 21:10. doi:10.1186/s12958-023-01055-z
- Fitz V et al. (2024). Inositol for Polycystic Ovary Syndrome: A Systematic Review and Meta-analysis to Inform the 2023 Update of the International Evidence-based PCOS Guidelines. J Clin Endocrinol Metab. 109(6):1630-1655. doi:10.1210/clinem/dgad762
- World Health Organization (2025). Polycystic ovary syndrome. WHO Fact Sheet. https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/polycystic-ovary-syndrome
- van der Ham K et al. (2024). Anti-Müllerian hormone as a diagnostic biomarker for polycystic ovary syndrome and polycystic ovarian morphology: a systematic review and meta-analysis. Fertil Steril. 122(4):727-739. doi:10.1016/j.fertnstert.2024.05.163
- Jamilian M et al. (2016). Effects of Zinc Supplementation on Endocrine Outcomes in Women with Polycystic Ovary Syndrome: a Randomized, Double-Blind, Placebo-Controlled Trial. Biol Trace Elem Res. 170(2):271-278. doi:10.1007/s12011-015-0480-7
- Taslim NA et al. (2024). The Effect of Zinc Supplementation on Endocrine Parameters and Hormonal Profiles in Women Diagnosed With Polycystic Ovary Syndrome: A Systematic Review and Meta-Analysis. Curr Dev Nutr. doi:10.1016/j.cdnut.2024.103758
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