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PCOS-Selbsttest: Frauenhände auf einem offenen Notizbuch mit Bleistift und einer Tasse Tee auf hellem Leinen
PCOSOct 14, 202614 min read

PCOS-Selbsttest: Habe ich PCOS? Kostenloser Test mit 12 Fragen

Dieser Artikel ist Teil von: PCOS: The Guide to Causes, Symptoms, and Treatment

„Ich habe drei Online-Tests gemacht, und jeder sagt etwas anderes.“ So begann vor Kurzem eine telemedizinische Sprechstunde bei mir. Die Frau, Anfang dreißig, hatte Zyklen zwischen 38 und 60 Tagen, seit Jahren Akne am Kinn und einen Ordner voller Screenshots. Was ihr fehlte, war nicht noch ein Ergebnis. Es war eine Ordnung: Welche ihrer Beobachtungen zählen wirklich für die Diagnose, und welche sind eher Begleitmusik?

Genau dafür haben wir den Hormonic PCOS-Selbsttest gebaut, kostenlos und online direkt in diesem Artikel. Die Fragen folgen den Kriterien, nach denen auch Ärztinnen und Ärzte ein PCO-Syndrom feststellen. Am Ende bekommst Du eine ehrliche Einordnung in wenige, einige oder viele Hinweise und erfährst, welcher nächste Schritt für Dich sinnvoll ist. Was Du nicht bekommst, ist eine Diagnose. Die kann kein Test im Internet stellen, auch unserer nicht.

Was kann ein PCOS-Selbsttest leisten und was nicht?

Ein PCOS-Selbsttest macht Muster sichtbar, die Du vielleicht einzeln abgetan hast, und er hilft Dir, gut vorbereitet in ein ärztliches Gespräch zu gehen. Hormonwerte messen oder andere Ursachen ausschließen kann er nicht, und genau das ist für die Diagnose Pflicht.

Der Grund ist einfach: Unregelmäßige Zyklen, verstärkter Haarwuchs oder Akne können auch von einer Schilddrüsenstörung, einem erhöhten Prolaktinwert, einer angeborenen Störung der Nebennieren oder, sehr selten, von hormonbildenden Tumoren kommen. Die internationale Leitlinie von 2023 verlangt deshalb ausdrücklich, diese Ursachen per Blutuntersuchung auszuschließen, bevor von PCOS die Rede ist (Teede et al., 2023). Die deutsche S2k-Leitlinie von 2025 folgt diesem Vorgehen.

Trotzdem ist Selbstbeobachtung keine Spielerei. In einer bevölkerungsbasierten Kohortenstudie mit rund 350 Frauen sagten schon drei einfache Fragen zu Körperbehaarung und Zyklus erstaunlich gut voraus, welche Frauen bei der anschließenden Untersuchung tatsächlich PCOS hatten: Die Sensitivität lag bei 89 Prozent, die Spezifität bei 78 Prozent (J Clin Endocrinol Metab, 2020). Sensitivität heißt hier, wie viele Frauen mit PCOS der Fragebogen richtig erkennt. Spezifität heißt, wie viele Frauen ohne PCOS er richtig als unauffällig einstuft. Etwa jede fünfte Frau ohne PCOS wäre also fälschlich aufgefallen. Ein guter Filter, aber eben ein Filter.

Ein wichtiger Punkt vorab: Nimmst Du die Pille oder eine andere hormonelle Verhütung, überdeckt sie die typischen Zeichen. Die Blutung unter der Pille ist eine Abbruchblutung und sagt nichts über Deinen eigenen Zyklus aus, und die Pille senkt die freien männlichen Hormone. Beantworte die Fragen dann für die Zeit vor der Pille oder wiederhole den Test einige Monate nach dem Absetzen. Wie Du das gut planst, liest Du im Pille-absetzen-Guide.

Nach genau diesem Prinzip ist der Hormonic PCOS-Selbsttest aufgebaut. Hormonic ist eine ärztlich mitgegründete Marke für hormonelle Frauengesundheit mit Nahrungsergänzung, Hormondiagnostik und telemedizinischer Beratung. Der Test ist bewusst so gestaltet, dass er Dich nicht beruhigt oder verunsichert, sondern Dir zeigt, welcher Schritt als Nächstes sinnvoll ist.

Der Hormonic PCOS-Selbsttest: 12 Fragen zu Deinen PCOS-Symptomen

Der Hormonic PCOS-Selbsttest ist ein kostenloser Online-Test mit zwölf Fragen zu den typischen PCOS-Symptomen, sortiert nach den Bereichen, auf die es bei der Diagnose ankommt. Beantworte jede Frage mit Ja oder Nein, und zähle Deine Ja-Antworten pro Bereich, nicht insgesamt. Bereich A und B entsprechen den offiziellen Kriterien, Bereich C zeigt, ob Dein Stoffwechsel mitspielt.

Nr. Frage (Ja oder Nein) Warum das zählt
Bereich A · Zyklus und Eisprung
A1 Liegen zwischen zwei Perioden meist mehr als 35 Tage oder weniger als 21 Tage? Leitlinien-Definition für unregelmäßige Zyklen
A2 Hast Du weniger als 8 Perioden im Jahr? Typisch für seltene Eisprünge
A3 Ist Deine Periode schon länger als 3 Monate ausgeblieben, ohne Schwangerschaft und ohne hormonelle Verhütung? Ein Zyklus über 90 Tage gilt immer als auffällig
A4 Zeigen Ovulationstests oder Deine Temperaturkurve selten oder nie einen Eisprung? Eisprungstörung trotz Blutung möglich
Bereich B · Zeichen männlicher Hormone
B1 Wachsen Dir dunkle, kräftige Haare an Kinn, Oberlippe, Brust, Bauchmitte, Rücken oder Oberschenkel-Innenseite? Hirsutismus, das häufigste Androgen-Zeichen
B2 Hast Du als Erwachsene anhaltende Akne, vor allem an Kinn, Kiefer und Hals? Klinisches Androgen-Zeichen laut Leitlinie
B3 Wird Dein Kopfhaar am Scheitel lichter, sodass der Mittelscheitel breiter wirkt? Weiblicher Haarausfall durch Androgene
B4 Hat ein früheres Blutbild schon einmal erhöhtes Testosteron oder andere erhöhte Androgene gezeigt? Biochemischer Hinweis auf zu viele Androgene
Bereich C · Stoffwechsel und Familie
C1 Nimmst Du leicht am Bauch zu, oder fällt Dir Abnehmen trotz Mühe auffällig schwer? Möglicher Hinweis auf Insulinresistenz
C2 Hast Du dunkle, samtartige Hautstellen in Nacken, Achseln oder Leiste? Acanthosis nigricans, ein Hautzeichen hoher Insulinspiegel
C3 Haben Mutter, Schwester oder Tante PCOS oder Typ-2-Diabetes? PCOS tritt familiär gehäuft auf
C4 Hattest Du Schwangerschaftsdiabetes oder schon einmal erhöhte Blutzuckerwerte? Gestörter Zuckerstoffwechsel ist bei PCOS häufiger

Habe ich PCOS? So wertest Du Deinen PCOS-Selbsttest aus

Entscheidend ist nicht die Gesamtzahl Deiner Ja-Antworten, sondern in welchen Bereichen sie liegen. Denn für die Diagnose zählt, ob mindestens zwei der drei offiziellen Kriterien zusammenkommen. Bereich C ist kein Diagnosekriterium, aber er zeigt, wie stark Dein Stoffwechsel beteiligt ist, und das ist für Behandlung und langfristige Gesundheit wichtig.

Auch wenn Deine Periode regelmäßig kommt, kann PCOS dahinterstecken. Nach den Kriterien reichen auch Zeichen männlicher Hormone plus auffällige Eierstöcke im Ultraschall oder ein erhöhtes AMH, und der Eisprung kann trotz scheinbar regelmäßiger Blutungen ausbleiben. Hast Du Ja-Antworten in Bereich B, aber nicht in Bereich A, kann Deine Ärztin den Eisprung über einen Progesteronwert in der zweiten Zyklushälfte prüfen.

Wenn Du eine persönliche Auswertung willst, mach zusätzlich das kostenlose Hormonquiz von Hormonic. Es dauert rund 2 Minuten, fragt auch nach Deiner Lebensphase und weiteren Beschwerden und ordnet Deine Antworten persönlich ein. Welche Symptome bei welcher Ausprägung typisch sind, vertieft unser Artikel PCOS-Symptome verstehen.

PCOS-Test online, Bluttest oder Frauenarzt: Welcher Weg passt zu Dir?

Welcher PCOS-Test der richtige nächste Schritt ist, hängt davon ab, wie viele Hinweise Du hast: Mit wenigen genügt oft Beobachten, mit vielen brauchst Du echte Werte und eine ärztliche Diagnose. Die Übersicht zeigt, was welcher Weg leisten kann und wo seine Grenzen liegen.

Weg Was er Dir zeigt Grenzen Sinnvoll, wenn
Hormonic PCOS-Selbsttest (kostenlos) Ob Deine Beobachtungen zu den Diagnosekriterien passen Misst keine Hormone, schließt nichts aus Du einen ersten Überblick willst
Hormonquiz (kostenlos, 2 Minuten) Persönliche Einordnung Deiner Beschwerden und Lebensphase Ersetzt keine Laborwerte Du wissen willst, wo Du ansetzen kannst
Hormondiagnostik Kit Laborwerte aus Kapillarblut, u. a. Testosteron, DHEAS, Androstendion, AMH, mit ärztlicher Einordnung Kein Ultraschall, keine Schilddrüse, kein Zuckerbelastungstest Du vom Verdacht zu echten Zahlen kommen willst
Kostenloses Erstgespräch (15 Minuten) Erste ärztliche Einordnung Deines Ergebnisses und Deiner Fragen Keine Untersuchung, keine Diagnose Du unsicher bist, welcher Schritt zu Dir passt
Ärztliche Abklärung beim Frauenarzt Diagnose nach Leitlinie, Ultraschall, Ausschluss anderer Ursachen Oft Wartezeit auf einen Termin Du viele Hinweise oder Warnzeichen hast
Ein Selbsttest beantwortet nicht die Frage, ob Du PCOS hast. Er beantwortet die Frage, ob Du der Sache nachgehen solltest.

Und wenn die Antwort Ja lautet, lohnt sich ein Blick darauf, worin die ärztliche Diagnose genau besteht. Denn wer die Kriterien kennt, versteht auch, warum ein einzelner Wert oder ein einzelnes Symptom nie reicht.

Wie läuft der PCOS-Test beim Frauenarzt ab?

Beim Frauenarzt oder bei der Frauenärztin wird PCOS nach den Rotterdam-Kriterien in der Fassung der internationalen Leitlinie von 2023 festgestellt: Bei Erwachsenen müssen zwei von drei Merkmalen vorliegen, und andere Ursachen müssen ausgeschlossen sein (Teede et al., 2023). Dazu gehören ein Gespräch über Deinen Zyklus, ein Blick auf Haut und Behaarung, Blutwerte und meist ein Ultraschall.

Die drei Merkmale sind ein gestörter oder seltener Eisprung, ein Zuviel an männlichen Hormonen, sichtbar oder im Blut, und polyzystische Eierstöcke im Ultraschall oder ein erhöhtes AMH. Als unregelmäßig gelten Zyklen ab drei Jahren nach der ersten Periode, wenn sie kürzer als 21 oder länger als 35 Tage sind oder weniger als acht Blutungen pro Jahr auftreten. Den Haarwuchs bewerten Ärztinnen und Ärzte mit dem modifizierten Ferriman-Gallwey-Score, einer Punkteskala für neun Körperzonen.

Neu seit 2023: Bei Erwachsenen darf ein erhöhtes Anti-Müller-Hormon (AMH), das die vielen kleinen Follikel in den Eierstöcken bilden, den Ultraschall ersetzen. Bei Jugendlichen nicht, denn in den ersten Jahren nach der ersten Periode sind hohe AMH-Werte normal. Die deutsche S2k-Leitlinie zum PCOS (AWMF 089-004) von 2025 übernimmt dieses Vorgehen.

Wie die Abklärung Schritt für Schritt abläuft, erklären wir ausführlich im Artikel PCOS-Diagnose: Wie PCOS festgestellt wird.

Übrigens: PCOS wird international in PMOS umbenannt, polyendokrines metabolisches Ovarialsyndrom, weil die „Zysten“ im Ultraschall in Wahrheit stehen gebliebene Eibläschen sind (Teede et al., 2026). An den Diagnosekriterien und an Deinem Selbsttest ändert das nichts, der neue Name betont aber den Stoffwechsel, nach dem wir in Bereich C fragen. Was sich mit dem neuen Namen sonst ändert, liest Du im Artikel PCOS heißt jetzt PMOS.

Nach dem Selbsttest: Welche Werte bringen Klarheit?

Ist Dein Selbsttest auffällig, bringen vor allem Testosteron, am besten frei oder als freier Androgenindex im Verhältnis zum Transporteiweiß SHBG, und bei Erwachsenen AMH Klarheit, dazu TSH, Prolaktin und 17-Hydroxyprogesteron, um andere Ursachen auszuschließen. Ein einzelner Wert beweist PCOS nie, erst das Zusammenspiel mit Zyklus, Androgen-Zeichen und Ultraschall ergibt die Diagnose (Teede et al., 2023).

Eine Brücke bis zum Arzttermin kann unser Hormondiagnostik Kit sein: Aus wenigen Tropfen Kapillarblut bestimmt das nach DIN EN ISO 15189 akkreditierte Labor Krone unter anderem Testosteron, DHEAS, Androstendion, AMH und 17-Hydroxyprogesteron, und die ärztliche Auswertung bei Hormonic Care ist im Preis enthalten. SHBG, LH, FSH, TSH, ein Zuckerbelastungstest und der Ultraschall gehören nicht dazu, die ergänzt Deine Ärztin in der Praxis.

Welche Werte in welcher Situation sinnvoll sind und wie Du Deine Befunde liest, erklären wir im Artikel PCOS Diagnose und Blutwerte.

Warum zählt der Stoffwechsel beim PCOS-Selbsttest mit?

Weil Insulinresistenz bei PCOS sehr häufig ist und die Hormonstörung von innen mit antreibt. Insulinresistenz bedeutet, dass die Körperzellen schwächer auf Insulin reagieren und die Bauchspeicheldrüse mehr davon ausschütten muss, um den Blutzucker im Rahmen zu halten.

Wie verbreitet das ist, zeigte eine Studie mit der Clamp-Methode, dem Goldstandard zur Messung der Insulinempfindlichkeit: 75 Prozent der schlanken und 95 Prozent der übergewichtigen Frauen mit PCOS waren insulinresistent, gegenüber 62 Prozent bei übergewichtigen Frauen ohne PCOS (Stepto et al., 2013). Die Studie war mit 73 Teilnehmerinnen klein, die Botschaft ist trotzdem deutlich: Schlank sein schützt nicht vor einem PCOS mit Stoffwechselbeteiligung.

Die Kette dahinter ist gut beschrieben. Viel Insulin regt die Thekazellen in den Eierstöcken, also die Zellen, die die Eibläschen umhüllen, an, mehr Androgene zu bilden. Gleichzeitig drosselt Insulin in der Leber die Bildung von SHBG. Weniger SHBG bedeutet mehr freies, aktives Testosteron, und das zeigt sich an Haut und Haaren. Die erhöhten Androgene stören wiederum die Reifung der Follikel, der Eisprung bleibt aus, der Zyklus wird lang. So hängen alle drei Bereiche Deines Selbsttests zusammen.

Deshalb empfiehlt die Leitlinie, bei jeder Frau mit PCOS den Zuckerstoffwechsel bei der Diagnose und danach alle ein bis drei Jahre zu prüfen, am genauesten mit einem oralen Glukosetoleranztest (Teede et al., 2023). Wie Du eine Insulinresistenz erkennst und was dagegen hilft, liest Du im Artikel Insulinresistenz bei Frauen.

Für Deinen Zyklus bei PCOS: Myo-Inositol und Zink

Myo-Inositol gehört bei PCOS zu den am besten untersuchten Wirkstoffen: In einer Meta-Analyse von 26 Studien waren regelmäßige Zyklen unter Inositol wahrscheinlicher als unter Placebo. Cycle+ liefert 1.500 mg Myo-Inositol und 15 mg Zink, das zur Erhaltung eines normalen Testosteronspiegels im Blut beiträgt, als Add-on zu Hormonic Base. Im Abo minus 20 Prozent und versandkostenfrei, jederzeit kündbar.

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Wann solltest Du nach dem PCOS-Selbsttest zur Ärztin gehen?

Mit vielen Hinweisen im PCOS-Selbsttest solltest Du die Abklärung nicht aufschieben, und bei bestimmten Warnzeichen gilt das auch bei wenigen Hinweisen. Lass Dich zeitnah untersuchen, wenn eines davon auf Dich zutrifft:

  • Deine Periode bleibt länger als drei Monate aus, ohne dass Du schwanger bist.
  • Haarwuchs, Akne oder Haarausfall nehmen innerhalb weniger Monate rasch zu, oder Deine Stimme wird tiefer. Dann müssen andere Ursachen wie hormonbildende Tumoren zügig ausgeschlossen werden.
  • Du wünschst Dir ein Kind, und Deine Zyklen sind unregelmäßig.
  • Du hast auffällig viel Durst, musst häufig Wasser lassen oder bemerkst dunkle, samtige Hautstellen im Nacken.
  • Deine Stimmung leidet stark. Angst und Depression sind bei PCOS häufiger, und die Leitlinie empfiehlt, aktiv danach zu fragen.

Erste Anlaufstelle ist Deine Frauenärztin oder Dein Frauenarzt, bei ausgeprägten Stoffwechselbefunden auch eine endokrinologische Praxis. Wenn Du vorher sortieren willst, was Dein Ergebnis bedeutet und welche Fragen Du mitnehmen solltest, kannst Du bei Hormonic Care ein kostenloses 15-minütiges Erstgespräch mit unserem ärztlichen Team buchen. Es ersetzt keine Untersuchung, hilft Dir aber, gut vorbereitet in den Termin zu gehen.

Was kannst Du bei PCOS-Verdacht bis zur Diagnose tun?

Du kannst schon jetzt Daten sammeln, die die Diagnose beschleunigen, und an den Stellschrauben drehen, die bei PCOS am besten belegt sind: Bewegung, Ernährung und Schlaf.

Führe ab heute ein Zyklustagebuch mit Blutungstagen und, wenn Du magst, Ovulationstests oder Basaltemperatur. Drei Monate Aufzeichnungen sagen Deiner Ärztin mehr als jede Erinnerung. Und ein Tipp aus der Praxis, der oft vergessen wird: Entferne vor dem Termin möglichst keine Haare oder mach vorher Fotos. Sonst lässt sich der Ferriman-Gallwey-Score nicht erheben, und ein wichtiges Kriterium fällt unter den Tisch.

Beim Lebensstil ist die Datenlage solide, wenn auch nicht perfekt. Eine Cochrane-Übersicht fand, dass Lebensstiländerungen bei Frauen mit PCOS das Gewicht senken und den freien Androgenindex verbessern können, die Qualität der Evidenz war allerdings niedrig (Lim et al., 2019). Das heißt nicht, dass Abnehmen das Ziel sein muss. Regelmäßige Bewegung verbessert die Insulinempfindlichkeit auch unabhängig vom Gewicht, besonders Krafttraining und kurze intensive Einheiten. Warum gerade diese Trainingsformen bei PCOS so gut passen, liest Du in Ausdauer war gestern: Kraft- und HIIT-Training bei PCOS.

Beim Essen geht es weniger um Verbote als um stabile Blutzuckerkurven: Eiweiß und Ballaststoffe zu jeder Mahlzeit, wenig stark verarbeitete Kohlenhydrate, regelmäßige Mahlzeiten. Ausführlich mit Beispielen in PCOS-Ernährung: Blutzucker, Entzündung, Eisprung.

Lohnt sich Nahrungsergänzung schon vor der PCOS-Diagnose?

Nahrungsergänzung ersetzt keine Diagnose, kann aber eine Option sein, die Du am besten vorab mit Deiner Ärztin besprichst. Zu den am besten untersuchten Stoffen gehört Inositol, vor allem Myo-Inositol, ein vitaminähnlicher Stoff, der in den Zellen als Botenstoff an der Weiterleitung des Insulinsignals beteiligt ist. Damit setzt er genau an dem Mechanismus an, der bei vielen Frauen mit PCOS die Androgene antreibt.

Die stärksten Daten liefert eine Meta-Analyse von 26 randomisierten Studien mit 1.691 Frauen: Unter Inositol waren regelmäßige Zyklen wahrscheinlicher als unter Placebo, und für die meisten Endpunkte war Inositol dem Diabetesmedikament Metformin nicht unterlegen. Zusätzlich sanken BMI, Androgenwerte und Insulin, während SHBG anstieg (Greff et al., 2023). Die indirekte Kette lautet also: besseres Insulinsignal, weniger Insulin, weniger Androgenbildung in den Eierstöcken und mehr SHBG, und damit bessere Bedingungen für den Eisprung.

Zur Ehrlichkeit gehört: Die Meta-Analyse, die für die Leitlinie 2023 erstellt wurde, bewertete die Sicherheit der Evidenz überwiegend als niedrig bis sehr niedrig. Sie fand einzelne Vorteile für Stoffwechsel und Eisprung und deutlich weniger Magen-Darm-Beschwerden als unter Metformin (Fitz et al., 2024). Die Leitlinie sieht Inositol deshalb als Option, über die Frauen gemeinsam mit ihrer Ärztin entscheiden können. Mehr zu Formen und Auswahl findest Du in Inositol bei PCOS: Wirkung und Auswahl.

Gut belegt, weil von der EU als gesundheitsbezogene Angabe zugelassen, ist die Rolle von Zink: Zink trägt zur Erhaltung eines normalen Testosteronspiegels im Blut bei und zu einer normalen Fruchtbarkeit und Reproduktion. Für den Blutzucker gilt Ähnliches für Chrom, das zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutzuckerspiegels beiträgt. Einen Überblick über alle bei PCOS untersuchten Nährstoffe gibt Dir unser Artikel Nahrungsergänzung bei PCOS: was Studien zeigen.

Was Hormonic dafür entwickelt hat

Auf dieser Studienlage haben wir die Hormonic Cycle+ Formula aufgebaut, ein Add-on zu Hormonic Base mit insgesamt 8 Wirkstoffen. Ihr Kern sind 1.500 mg Myo-Inositol pro Tag, der Wirkstoff, für den die Meta-Analyse von Greff et al. (2023) regelmäßigere Zyklen und niedrigere Insulin- und Androgenwerte beobachtete, ergänzt um D-Chiro-Inositol. Dazu kommen 15 mg Zink, das zur Erhaltung eines normalen Testosteronspiegels im Blut und zu einer normalen Fruchtbarkeit beiträgt und damit zur Androgen-Seite Deines Selbsttests passt. Die übrigen Wirkstoffe, Rhodiola rosea (120 mg), L-Theanin (100 mg), Apigenin (50 mg), Trans-Resveratrol (25 mg) und Quercetin (25 mg), sind bisher vor allem in kleineren Studien untersucht. Die Grundlage bildet Hormonic Base mit 16 Mikronährstoffen, darunter 200 µg Chrom, das zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutzuckerspiegels beiträgt und damit den Stoffwechsel-Bereich C Deines Tests aufgreift.

Zwei Dinge sind wichtig: Kein Nährstoff ersetzt die Diagnose oder eine nötige Therapie. Und ein Supplement kann Deine Laborwerte verändern. Wenn Du Deine Hormone testen lassen willst, sprich vorher mit Deiner Ärztin darüber, ob Du mit Inositol vor oder nach der Messung beginnst.

PCOS-Test zu Hause: Androgene und AMH im Labor messen

Testosteron, DHEAS, Androstendion, AMH und 17-Hydroxyprogesteron aus wenigen Tropfen Kapillarblut, ausgewertet im nach DIN EN ISO 15189 akkreditierten Labor Krone. Die ärztliche Auswertung bei Hormonic Care ist im Preis enthalten. So wird aus Deinem Selbsttest-Ergebnis eine konkrete Zahl für Deinen nächsten Arzttermin.

Werte jetzt testen

Fazit

Ein PCOS-Selbsttest ist kein Ersatz für eine Diagnose, aber ein guter Kompass. Er zeigt Dir, ob Deine Beobachtungen in den beiden Bereichen liegen, auf die es ankommt, Zyklus und Androgen-Zeichen, und ob Dein Stoffwechsel mitspielt. Mit wenigen Hinweisen reicht oft aufmerksames Beobachten. Mit vielen Hinweisen ist der nächste Schritt nicht ein weiterer Online-Test, sondern echte Laborwerte und eine ärztliche Abklärung, die auch andere Ursachen ausschließt.

Die Leitlinie von 2023 hat diesen Weg einfacher gemacht, zum Beispiel weil bei Erwachsenen AMH den Ultraschall ersetzen kann. Der neue Name PMOS macht klar, dass es um mehr geht als um die Eierstöcke. Je früher Du Klarheit hast, desto früher kannst Du an den Stellschrauben ansetzen, die bei PCOS am besten untersucht sind: Bewegung, Ernährung, Schlaf und, wenn es passt, eine gezielte Nährstoffergänzung.

Der kostenlose Hormonic PCOS-Selbsttest und das Hormonquiz helfen Dir beim Sortieren, das Hormondiagnostik Kit liefert erste Laborwerte, und im kostenlosen 15-minütigen Erstgespräch klärst Du, welcher Schritt für Dich als Nächstes passt.

Weiterlesen: Warum sich bei PCOS Fett oft am Bauch sammelt, erklärt PCOS Bauch: Warum er entsteht und was wirklich hilft. Und wenn Du überlegst, ob die Pille für Dich der richtige Weg ist, findest Du alle Optionen im Artikel PCOS-Behandlung ohne Pille.

Häufige Fragen zum PCOS-Selbsttest

Habe ich PCOS? Gibt es einen Test dafür?

Einen einzelnen Test, der PCOS beweist, gibt es nicht. Sicher weißt Du es erst nach einer ärztlichen Abklärung, die Zyklus, Androgen-Zeichen, Blutwerte und meist einen Ultraschall zusammenführt und andere Ursachen ausschließt. Als ersten Schritt kannst Du den kostenlosen Hormonic PCOS-Selbsttest oben in diesem Artikel machen: Hast Du Hinweise sowohl bei Zyklus und Eisprung als auch bei männlichen Hormonen, solltest Du Hormone und Stoffwechsel untersuchen lassen.

Was mache ich, wenn mein PCOS-Selbsttest auffällig ist?

Vereinbare einen Termin bei Deiner Frauenärztin oder Deinem Frauenarzt und nimm Dein Ergebnis und, wenn vorhanden, Dein Zyklustagebuch mit. Dort wird nach den Rotterdam-Kriterien geprüft: im Gespräch über Deinen Zyklus, mit einem Blick auf Haut und Behaarung, mit Blutwerten wie Testosteron und AMH und meist mit einem Ultraschall. Bis zum Termin kann das Hormonic Hormondiagnostik Kit eine Brücke sein, die ärztliche Auswertung Deiner Werte ist im Preis enthalten. Wie die Abklärung genau abläuft, erklären wir im Artikel PCOS Diagnose und Blutwerte.

Ist ein PCO- oder PCOS-Selbsttest online kostenlos und zuverlässig?
Den Hormonic PCOS-Selbsttest in diesem Artikel und das Hormonquiz kannst Du kostenlos online machen. Oft heißt er auch PCO-Selbsttest, dabei steht PCO streng genommen nur für polyzystische Eierstöcke im Ultraschall, die sich zu Hause nicht prüfen lassen. Zuverlässig ist ein Selbsttest als Filter: In einer Studie erkannten drei Fragen zu Behaarung und Zyklus 89 Prozent der Frauen mit PCOS, stuften aber etwa jede fünfte Frau ohne PCOS fälschlich als auffällig ein (J Clin Endocrinol Metab, 2020). Die ärztliche Abklärung bei begründetem Verdacht ist in Deutschland in der Regel eine Leistung der gesetzlichen Krankenkasse, einen Bluttest für zu Hause wie das Hormonic Hormondiagnostik Kit (289 Euro) zahlst Du selbst. Darin ist die ärztliche Auswertung Deiner Werte durch eine Hormonic Care Ärztin bereits enthalten, es kommen also keine weiteren Kosten für die Einordnung dazu.
Kann ich vor der PCOS-Diagnose schon Inositol nehmen?
Ja, am besten nach Rücksprache mit Deiner Ärztin, denn ein Supplement kann Laborwerte verändern, und der Start sollte mit einer geplanten Hormonmessung abgestimmt sein. Inositol gehört zu den am besten untersuchten Stoffen bei PCOS: In einer Meta-Analyse von 26 randomisierten Studien waren regelmäßige Zyklen unter Inositol wahrscheinlicher als unter Placebo, die Leitlinie bewertet die Evidenz aber als niedrig und sieht Inositol als Option nach ärztlicher Rücksprache. Die Hormonic Cycle+ Formula kombiniert 1.500 mg Myo-Inositol, D-Chiro-Inositol und 15 mg Zink, das laut EU-Angabe zur Erhaltung eines normalen Testosteronspiegels im Blut beiträgt, mit fünf weiteren Wirkstoffen, als Add-on zu Hormonic Base mit 200 µg Chrom, das zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutzuckerspiegels beiträgt. Kein Supplement ersetzt eine Diagnose oder Therapie.

Wissenschaftliche Quellen

  • Teede HJ, Tay CT, Laven JJE, et al. (2023). Recommendations from the 2023 International Evidence-based Guideline for the Assessment and Management of Polycystic Ovary Syndrome. Fertil Steril 120(4):767-793. doi:10.1016/j.fertnstert.2023.07.025
  • Teede HJ, Bahri Khomami M, Morman R, Laven JSE, et al. (2026). Polyendocrine metabolic ovarian syndrome, the new name for polycystic ovary syndrome: a multistep global consensus process. Lancet 407(10545):2329-2339. doi:10.1016/S0140-6736(26)00717-8
  • Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie et al. (2025). S2k-Leitlinie Diagnostik und Therapie des polyzystischen Ovarsyndroms (PCOS). AWMF-Register 089-004. register.awmf.org/de/leitlinien/detail/089-004
  • Rotterdam ESHRE/ASRM-Sponsored PCOS Consensus Workshop Group (2004). Revised 2003 consensus on diagnostic criteria and long-term health risks related to polycystic ovary syndrome. Fertil Steril 81(1):19-25. doi:10.1016/j.fertnstert.2003.10.004
  • Bozdag G, Mumusoglu S, Zengin D, Karabulut E, Yildiz BO (2016). The prevalence and phenotypic features of polycystic ovary syndrome: a systematic review and meta-analysis. Hum Reprod 31(12):2841-2855. doi:10.1093/humrep/dew218
  • Gibson-Helm M, Teede H, Dunaif A, Dokras A (2017). Delayed diagnosis and a lack of information associated with dissatisfaction in women with polycystic ovary syndrome. J Clin Endocrinol Metab 102(2):604-612. doi:10.1210/jc.2016-2963
  • Screening for Androgen Excess in Women: Accuracy of Self-Reported Excess Body Hair Growth and Menstrual Dysfunction (2020). J Clin Endocrinol Metab 105(10):e3688-e3695. doi:10.1210/clinem/dgz264. PMID 32442282
  • Stepto NK, Cassar S, Joham AE, et al. (2013). Women with polycystic ovary syndrome have intrinsic insulin resistance on euglycaemic-hyperinsulaemic clamp. Hum Reprod 28(3):777-784. doi:10.1093/humrep/des463
  • Greff D, Juhász AE, Váncsa S, et al. (2023). Inositol is an effective and safe treatment in polycystic ovary syndrome: a systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials. Reprod Biol Endocrinol 21:10. doi:10.1186/s12958-023-01055-z
  • Fitz V, Graca S, Mahalingaiah S, et al. (2024). Inositol for polycystic ovary syndrome: a systematic review and meta-analysis to inform the 2023 update of the International Evidence-based PCOS Guidelines. J Clin Endocrinol Metab 109(6):1630-1655. doi:10.1210/clinem/dgad762
  • Lim SS, Hutchison SK, Van Ryswyk E, et al. (2019). Lifestyle changes in women with polycystic ovary syndrome. Cochrane Database Syst Rev 3:CD007506. doi:10.1002/14651858.CD007506.pub4

About the Author

Lisa Maria Emmer

Lisa Maria Emmer

Gründerin · Ärztin · Hormonic

Lisa Maria Emmer ist Mitgründerin und medizinische Leiterin bei Hormonic. Sie begleitet Frauen mit hormonellen Beschwerden tagtäglich und hat sich auf Zyklusgesundheit, PCOS und die Wechseljahre spezialisiert.

Hinweis: Dieser Artikel basiert auf aktuellen Leitlinien und wissenschaftlichen Arbeiten (Stand 2026). Er dient ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.

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